Filmkritik zu „Honig im Kopf“

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Die Tragikomödie „Honig im Kopf“ startete am 15. Dezember 2014 in den deutschen Kinos. Regie führten Hilly Martinek und Til Schweiger, der außerdem den Sohn des demenzkranken Amandus Rosenbach (Dieter Hallervorden) spielt. In dem Film geht um die Familie Rosenbach. Sie müssen sich mit der Zeit eingestehen, dass Amandus krank ist und nehmen ihn bei sich auf. Tilda Rosenbach (Emma Schweiger) möchte ihrem Opa aber noch seinen letzten großen Wunsch erfüllen und reist mit ihm nach Venedig.

Der Film beginnt mit der Beerdigung von Amandus Frau Margarete. Dort hält er eine verwirrende Rede, in der er seine fälschlicherweise Elisabeth nennt. Niko (Til Schweiger) besteht kurz danach darauf, dass Amandus zu ihnen in ihr Haus nach Hamburg zieht. Von dieser Idee ist Nikos Frau Sahra (Jeanette Hain) alles andere als begeistert. Die Krankheit schreitet aber immer weiter fort, was zu immer mehr Unfällen im Haushalt führt. Unteranderem möchte Amandus einen Kuchen, für sich und seine verstorbenen Frau backen. Dabei stellt er versehentlich Sahras Pumps mit in den Backoffen, die nach einiger Zeit Feuer fingen. Sahra konnte den Brand gerade noch löschen. Als Amandus beim Gartenfest der Familie das Feuerwerk zu früh zündet, beschließen Sahra und Niko Amandus in ein Pflegeheim zu bringen. Als Tilda von diesem Plan erfährt, reagiert sie geschockt. Sie beschließt mit ihrem Opa nach Venedig zu fahren, wo er und Magarete ihre Flitterwochen verbracht haben, da Tilda von ihrem Kinderarzt erfahren hat, dass es Alzheimerpatienten hilft, bekannte Orte aus alter Zeit zu sehen.

Ihre Reise beginnt mit einem Autounfall, der aber glimpflich ausgeht. Sie reisen mit dem Zug weiter nach Bozen, wo Amandus auf der Suche nach der Toilette versehentlich den Zug verlässt. Als Tilda ihn auf dem Bahnsteig sieht, zieht sie die Notbremse und die beiden verstecken sich vor der Polizei in der Bahnhofstoilette. Dort entdeckt sie ein Putzmann, der ihnen die Weiterfahrt in einem Schaftransporter nach Venedig organisiert. Während der Fahrt, wird der Wagen von der Polizei angehalten und die beiden fliehen in ein Kloster. Dort fährt eine der Nonnen die nach Venedig. Währenddessen sind auch Niko uns Sahra dort gelandet. Am nächsten Morgen ist Amandus aus dem gemeinsamen Zimmer verschwunden und Tilda entdeckt ihn auf eine Bank. Dort realisiert sie, dass ihr Opa sie nicht mehr erkennt. Sie beginnt zu weinen und genau in diesem Moment erscheinen ihre Eltern.

Die vier fliegen daraufhin zurück nach Hamburg. Sahra kündigt ihren Job, um mehr Zeit für Amandus zu haben und sich um ihn zu kümmern. Amandus stirbt nach einiger Zeit an Herzversagen in Tildas Beisein. Während der Beerdigung, liegt Tilda auf einer Wiese neben dem Friedhof und denkt über ihren Großvater nach.

In diesem Film ist das bestimmende Thema Amandus Erkrankung und der Umgang damit. Während Niko und Tilda Amandus so gut wie es geht unterstützen und bei sich haben wollen, ist Sahra von Anfang an für das Pflegeheim und möchte mit dieser Krankheit so wenig wie möglich zu tun haben. Das führt zu einigen Streitereien zwischen Niko und Sahra. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Beziehungen zwischen den einzelnen Hauptpersonen. Niko liebt seinen Vater und möchte ihn deswegen unterstützen. Gleichzeitig merkt er auch, dass Sahra ein Problem damit hat und möchte sich deshalb nicht mit ihr streiten. Letzten Endes muss er sich entscheiden und versucht mit eine Lösung zu finden, mit der auch Sahra zufrieden ist. Er lässt sich schließlich davon überzeugen, dass ein Pflegeheim der beste Weg ist. Tilda freut sich, als ihr Opa bei ihnen einzieht und ist ganz klar gegen ein Pflegeheim. Deshalb beschließt sich euch mit ihrem Großvater nach Venedig zu fahren. Sie möchte dadurch die Aufmerksamkeit ihrer Eltern und ihren Standpunkt deutlich machen. Amandus bekommt von diesen Diskussion nur unterschwellig etwas mit.

Fazit:

Mir persönlich gefällt der Film „Honig im Kopf“ sehr gut. Amandus wächst einem sofort ans Herz und man freut und trauert mit ihm und seiner Familie zusammen. Es gibt sowohl lustige Szenen, wie z.B. das Gartenfest, aber auch traurige Szenen in denen man merkt, wie schlecht es Amandus geht und wie bedrückend die ganze Situation auch für die Familie ist. Diese Szenen halten sich aber gut im Gleichgewicht. Ich denke, dass der Film für Familien mit älteren Kindern gut geeignet ist.
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