Filmkritik zu „Vielleicht lieber morgen“

Anzeige
Die Tragikomödie „Vielleicht lieber morgen“ ist eine Verfilmung des Bestsellers „Vielleicht mag ich dich morgen“. Im Englischen erschien der Film unter dem Titel „The Perks of being a wallflower“. Der Film startete am 1. November 2012 in den Kinos. Regisseur war Stephen Chbosky, der gleichzeitig auch die Buchvorlage zum Film schrieb.

Es geht in diesem Film um den Jungen Charlie (Logan Lerman), der seinen ersten Tag an der High School. Er schreibt direkt am Anfang einen Brief an eine Person, die er nur „mein Freund“ nennt. Dadurch ist Charlie der Erzähler dieses Films.
Man erfährt, dass Charlie in der Psychiatrie war, da er sich für den Tod seiner Tante verantwortlich fühlt. Genauere Dinge zu ihrem Tod werden noch nicht genannt. Charlie hat am Anfang keine Freunde. Er ist am ersten Tag nur für sich und seine einzige Unterhaltung führt er mit seinem neuen Englischlehrer. Später trifft er seinen Schulkameraden Patrick (Ezra Miller) und dessen Stiefschwester Sam (Emma Watson) bei einem Footballspiel Personen und sie gehen danach mit ihm zusammen in ein Restaurant. Die beiden sind im Gegensatz zu Charlie sehr offene Personen. Sie tanzen zusammen auf dem Schulbaal und gehen danach zusammen auf eine Party. Unter Drogeneinfluss erzählt Charlie von sich und seinem Leben und Sam realisiert, dass Charlie allein ist und keine Freunde hat. Mit ihrem Bruder beschließt sie, Charlie in seinen Freundeskreis aufzunehmen und ab sofort mehr mit ihm zu unternehmen. Dort erwischt Charlie Patrick mit dem Footballspieler Brad. Patrick gesteht Charlie, dass sie beiden schon länger zusammen sind, sie es aber wegen Brads gutem Ruf und seinem Vater verheimlichen.

Während sie wieder nach Hause fahren, steigt Sam während der Fahrt auf die Ladefläche ihre Pick-ups. Dabei fahren sie durch einen Tunnel und hören das Lied „Heroes“ von Davis Bowie, was ab sofort ihr „Tunnelsong“ ist. Charlie ist von dieser gesamten Situation sehr beeindruckt. Nach den Weihnachtsferien wird Charlie von Mary Elisabeth, einem Mädchen aus seinem Freundeskreis, zu einem weiteren Ball eingeladen. Er nimmt die Einladung an. Danach gehen sie zu ihr nach Hause. Dort küssen sie sich und Charlie geht nur äußerst widerwillig eine Beziehung mit Mary ein, da der eigentlich in Sam verliebt ist. Bei einem gemeinsamen Spieleabend der Freunde, soll Charlie beim Flaschendrehen, das schönste Mädchen im Raum küssen. Er küsst Sam, anstatt seiner Freundin. Daraufhin rät Sam ihm der Gruppe fern zu bleiben, was dafür sorgt, dass Charlie wieder allein ist.

Nachdem Brad uns Patrick sich getrennt haben, stellt dieser Patrick in der Cafeteria bloß. Charlie sieht darin seine Chance sich wieder der Gruppe anzunähern und verteidigt vor den Anderen. Da sich Sam und Patrick im Abschlussjahr der High School befinden, beginnen sie sich nach Colleges umzusehen. Kurz vor der Abfahrt zum College küssen sich Charlie und Sam. Danach ist Charlie wieder allein. Bei einem erneuten Besuch der Geschwister, eröffnet Sam den anderen, dass sie den „Tunnelsong“ entdeckt hat. Daraufhin fahren sie zum Tunnel und diesmal ist es Charlie der auf die Ladefläche steigt. Das ist das Ende des Films.

Da Charlie die Geschichte am Anfang durch einen Brief einleitet, bekommt man sofort einen guten Überblick über Charlies Gesamtsituation. Er hat keine Freunde, da er sich die Schuld für den Tod seiner Lieblingstante Helen gibt. Außerdem hat sein bester Freund vor kurzem Selbstmord begangen, was ihn ebenfalls einschüchtert. Dadurch fällt es ihm schwer, neue Freundschaften zu schließen und er wirkt ehr traurig und in sich gekehrt. Trotzdem freundet er sich mit den Halbgeschwistern Sam und Patrick an, die vom Charakter her, dass genaue Gegenteil Charlie sind.
Der deutsche Titel „Vielleicht lieber morgen“ spielt darauf an, dass Charlie als Mauerblümchen ( „The perks of being a wallflower“) lieber alles auf morgen schiebt und sich nicht traut seine Träume heute zu verwirklichen. Er bleibt immer in seinem Alltagsrhythmus und wagt nichts Neues. Man merkt aber auch im Laufe des Films die Veränderung, der er durchlebt. Die Szene im Pick-Up macht dies besonders deutlich: Am Anfang ist Charlie entsetzt und beeindruckt von Sam. Er kann sich nicht vorstellen so was zu machen. In der Abschlussszene, stellt sich auch Charlie auf die Ladefläche. Er hat keine Angst mehr und sagt, dass er sich nun unendlich fühle.

Fazit:

Mir hat der Film sehr gut gefallen. Die Rolle des Charlie spielt Logan Lerman sehrgut und man nimmt ihm die Rolle des zurückgezogenen und schüchternen Jungen sofort ab. Generell wirkt die ganze Geschichte sehr real und wirklich, da man sich diese Geschichte gut vorstellen kann. Im Film werden Punkte wie Homosexualität, Missbrauch und das Leben als Außenseiter beschrieben. Diese Themen spielen in jedem Alter eine große Rolle. Deshalb denke ich, dass sowohl Erwachse als auch Jugendliche diesen Film schauen können.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.