„Heute gibt es kein satt!“ Street Food Festival in Lohberg

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Köstlichkeiten aus Maismehl gepimpt mit Zutaten aus einem Kosmos von Frische. Alle Fotos: Heike Cervellera
 

Das zweite Street Food Festival auf der Zeche Lohberg sorgte für Begeisterung bei den Besuchern.

Nicht nur das erste Frühlingswochenende mit schönstem Sonnenschein führte die Besucher zur Zeche Lohberg, sondern vor allem auch die Gerüche der ausgefallenen Speisen: Da gab es zum Beispiel selbst gemachte Burger aus Maismehl, frittierte Süßigkeiten, Speisen aus Kochbananen, argentinische Empanadas und schwedische Zimtschnecken.
Insbesondere der Vielfalt der angebotenen Speisen und Getränke war es zu verdanken, dass einige Besucher bereits zum wiederholten Mal zum Street Food Festival kamen: „Wir waren schon im letzten Jahr hier und schon da habe ich gesagt: ‚Die müssen das unbedingt wiederholen‘. Dass es so schnell geht, habe ich allerdings nicht erwartet“, berichtete Maria Nowakowski voller Begeisterung. Die Dinslakenerin sah in dem Festival vor allem auch eine Möglichkeit, den Besuchern die schönen Seiten von Lohberg zu zeigen: „Viele haben negative Verbindungen mit Lohberg, dabei kann es hier richtig schön sein“, so Nowakowski über „ihr Lohberg“.
Und dem Ideenreichtum der Händler waren keine Grenzen gesetzt: An dem Stand „der kleine Munchkin“ verkaufte Marc Gille frittierte Süßigkeiten: „Die Idee brachte meine Freundin und Inhaberin, Miriam Antoni, aus einem USA-Urlaub mit nach Deutschland. Seit dem ersten Street Food Markt in Köln vor circa zwei Jahren sind wir mit dabei“, so Gille. Egal ob Snickers, Mars oder Oreo-Kekse, alles wurde in einen Teig gegeben, der anschließend frittiert und dann in Form von kleinen Bällchen den Besuchern angeboten wurde. Ebenfalls großen Anklang fanden die selbst gemachten Zimtschnecken nach schwedischer Art, die Friederike Rost an ihrem Stand „Kiki Lento“ anbot: „Ich habe viele Sommer in Schwede verbracht und wollte so ein Stück Schweden nach Deutschland bringen“, berichtete die sympathische Besitzerin.
Aber auch die Fans vom Herzhaften kamen bei der Vielzahl der Stände nicht zu kurz. Steven Luna bot so zum Beispiel an seinem Stand „Provolino“ echte italienische Spezialitäten an: „Seit 200 Jahren gibt es bei uns schon dieses leckere Weißbrot belegt mit den verschiedensten Zutaten und garniert mit Käse.“ Dem Käse, der verwendet wird, verdankt der Stand auch seinen Namen. Provolino ist ein reifer Käse in Zylinderform, den Luna erhitzte und nach Bedarf in Stücken abschnitt.
Jaqueline Badur und Jana und Johanna Sloma waren sogar extra aus Oberhausen beziehungsweise Düsseldorf zum Street Food Festival nach Dinslaken gekommen. Die drei Frauen hatten sich nach einer herzhaften Speise für einen pompösen Strudel, den es beim Stand des Strudelhauses Poushe gab, als Nachtisch entschieden: „Diese Strudel sehen nicht nur herrlich aus, sondern schmecken auch so“, waren sich die drei einig. Besonders angetan waren die Oberhausenerinnen von der internationalen Atmosphäre des Festivals: „Nicht nur die Speisen sind extrem vielfältig, sondern auch die Verkäufer hinter den Ständen“, so Jana Sloma, der die urbane Atmosphäre des Festivals besonders gut gefallen hat. Einziger Wehmutstropfen für die drei waren die Preise: „Die könnten in Zukunft etwas günstiger werden. Das Verhältnis von der Portionsgröße zum Preis passt nicht immer“, gestand Badur. Trotzdem galt für die Frauen, die ihren Strudel genossen vor allem eines: „An solchen Tagen gibt es kein satt.“ Ein Hoch auf den Genuss. Hier wurde wirklich jeder satt.
Text: Sarah Dickel / Alle Fotos: Heike Cervellera
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