„Klavecks“: Ruhrpottrevue mit Charme

Wann? 05.03.2016 20:00 Uhr

Wo? Stiftung Ledigenheim, Stollenstraße 1, 46537 Dinslaken DE
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„Klavecks, der letzte Emscherläufer“ aus der Feder von Herbert-Knebel-Autor Sigi Domke wird am Samstag, 5. Märzm in der Stiftung-Ledigenheim aufgeführt. (Foto: Veranstalter)
Dinslaken: Stiftung Ledigenheim |

Eine mitreißende Emscherrevue ist Kultautor Sigi Domke (Freunde der Italienischen Oper, Ruhrevue, Ronaldo und Julia) mit „Klavecks, der letzte Emscherläufer“ aus der Feder geflossen.

Sigi Domke, Texter von Herbert Knebel, ist mit seinem Klavecks, der seinen Job als Emscherhüter sehr ernst nimmt, eine wahre Ruhrgebietstype gelungen. Am Samstag, 5. März, gastiert das Ensemble mit „Klavecks, der letzte Emscherläufer“ um 20 Uhr in der Stiftung-Ledigenheim, Stollenstraße 1.
Zum Inhalt: Klavecks ist einer von uns. Ein bisschen ruppig, ein bisschen kantig, aber immer schwingt ein bisschen Melancholie mit. Er steht vor großen Veränderungen, denn wenn die Emscher erstmal fertig renaturiert ist, braucht kein Mensch mehr einen Kanalinspekteur. Dann ist er arbeitslos und so überflüssig wie das ganze Zeugs, das er aus der Emscher fischt. Doch genau dieses Zeug wirft er aber nicht einfach weg.
Denn Gefundenes kann so wertvoll sein. Gemäß des Zeitgeistes upcycelt er den Müll, sprich: aus alt mach neu. Und damit kann man eine Menge machen. Er und seine Musikerfreunde, die Emscherranger, rocken sich nach getaner Arbeit den Arbeitsstress, die Zukunftsangst aus den Overalls. Und das auf Instrumenten gemacht aus Emschermüll.

Instrumente gemacht aus Emschermüll

Diesem entlocken die Musiker die gefühlvollsten Klänge, den kraftvollsten Beat, die härtesten Anschläge und die leichtesten Spielereien.
Doch neben der Musik hat Klavecks noch eine andere Leidenschaft. Conni, die schöne Imbissbudendame, hat sein Herz entflammt. Doch Klavecks wäre nicht Klavecks, würde ihm zum Angriff nicht der Mut fehlen. Auch das ist ein Grund, weshalb er sich manchmal weit weg wünscht. Am besten an den Mississippi, diesen großen Strom, an dessen Ufern so manches Gutes geboren wurde.
Alle Zutaten rund um den herrlich sperrigen Klavecks und seine Kumpel machen diesen Mix aus Komödie, Drama und Rock ’n’ Roll zu einem herausragenden Musiktheater mit feingesponnenem Lokalkolorit.
Der Schauspieler und Sänger Markus Kiefer vermag mit seiner rauen und kraftvollen Stimme seiner Rolle als Klavecks eine Eindringlichkeit zu geben, die man dem Charakter des spröden lonely Emschercowboys gar nicht zutraut.
Flankiert und zu Höchstleistungen herausgefordert wird Kiefer von den Schauspielern und Musikern Günter Menger (Klangdesign, Persussion), Rocco Niedziela (Percussion), Peter Aleweld (Gitarre, Kontrabass) und Rüdiger Klappenbach (Piano, Kontrabass), die als echte Revierkombo das authentische Ruhrpottfeeling erst rund machen.
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