KuKaKor mit voller Präsenz im ausverkauften Theater Halbe Treppe

Foto: Johanna Schmidt
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Da das Theater Halbe Treppe für den KuKaKor gleichzeitig auch der Probenraum ist, war der Abend für alle Künstler sozusagen ein Heimspiel. Dass sie sich hier sehr wohl fühlen, war mit jedem einzelnen Beitrag zu spüren. Dieses Konzert hatte der Chor sich gewünscht, um den Angehörigen die Möglichkeit zu geben zu sehen und zu hören, was sie im letzten Jahr, nein, eigentlich eher in den letzten dreieinhalb Jahren, seitdem dieser Chor seine allerersten Töne gesungen hat, auf die Beine gestellt hat. Und das gelang dem KuKaKor sehr eindrucksvoll...
Im ersten Teil durfte das Publikum dem Querschnitt des aktuellen Programms lauschen. Klassiker wie Heinz Rudolf Kunzes "Dein ist mein ganzes Herz" oder Kelly Clarksons "Breakaway" rissen die Zuhörer ebenso von den Hockern wie Mike Oldfields "Pictures in the dark". Annika Schubert und Jekka van de Veer verzauberten durch ihr kleines Solo im in diesem Lieblingslied des KuKaKors ebenso wie Erich Meinicke an der E-Gitarre.
Dass sich trotz „Klirrender Klänge“ der Winter nicht einstellen mochte, lag womöglich auch daran, dass dem ausverkauften Haus ordentlich eingeheizt wurde. „Öffne mir, denn morgen kann es zu spät sein“ kann man durchaus als Einladung verstehen. Was die Solisten Beate Schmidt und Paul Alexander Jost während der Proben zu diesem Lied der mittelalterlichen Band Faun miteinander tuschelten, wir werden es wohl niemals erfahren.
Für Gänsehaut sorgte Jenny Mettlach als Solistin des brandaktuellen Liedes "Augen auf" der inzwischen deutschsprachigen Sängerin Sarah Connor. Es gelang ihr sehr eindrücklich. Das Thema "Flüchtlinge" und die Angst, die diese Menschen und uns begleitet, mit ihrer wunderbaren Stimme in die Herzen des Publikums zu singen. Begleitet wurde sie neben dem Chor von Thomas Pieperhoff am Cello und Jekka van de Veer an der Gitarre.
Nach der Pause ging es mit Solobeiträgen der Chormitglieder weiter und das, ganz ehrlich, war richtig gut! Jeder hatte seine ganz eigene Art von Musik mitgebracht und überraschte damit nicht nur das Publikum, sondern auch die nun zuhörenden Sänger des KuKaKors.
Den mutigen Anfang machten Erich Meinicke und Michael Maas, die zunächst David Bowies "Space Oddity" und anschließend Cat Stevens "If I laughed" interpretierten und damit selbst die Chorleitung Martina Aschenbach zu einem faszinierten offenen Mund bewegten.
Mit Zylinder, Nadelstreifen und ihren ausdrucksstarken Stimmen sangen Jenny Mettlach und Jekka van de Veer Adel Tawils "Stadt" und spielten mit dem Publikum, das sich gerne mitreißen ließ.
Festlich wurde es bei John Dowlands "Now o now I needs must part", bei dem Thomas Pieperhoff am Cello, Annika Schubert an der Altflöte und Martina Aschenbach an der Gitarre zu hören waren. Gleich nach den ersten Tönen der Solistin Karin Sommer hörte man ein unverhohlenes "Boh, ist das schön" aus der ersten Reihe.
Markus Scholten begeisterte mit dem spanischen Liebeslied "El lagarto está llorando". Herr und Frau Eidechse wären tief bewegt gewesen, hätten sie seiner Interpretation lauschen dürfen.
Das Duo klangfArben präsentierte sich mit zwei Liedern, die am besten zeigten, wer sie sind, was sie einander sind und was Zufallsbegegnungen manchmal mit Menschen machen können: "Everytime we touch" von Maggie Reilly und Herbert Grönemeyers "Halt mich". Mehr zu hören gibt's von klangfArben am 06. März um 15 Uhr hier im Theater Halbe Treppe.
Billy Joel fand in Toby Schlitt einen würdigen Vertreter für seinen Klassiker "For the longest time". Wer unter seinem Charme nicht dahinschmolz, musste ein Herz aus Eis haben... Ebenfalls höchstcharmant begleitet wurde Toby durch Thomas Pieperhoff, Jenny Mettlach, Petra Scholten und Martina Aschenbach.
Zu Tränen gerührt waren nicht nur die Sängerinnen Annika Schubert, Jekka van de Veer und Martina Aschenbach, als sie die Interpretation zweier Kinder des Liedes "You raise me up" im TV sahen, sondern auch das Publikum des Abends, als die drei Damen ihre eigene Version sangen.
"Mein kleiner grüner Kaktus", gesungen von Margarete Quade und Paul Alexander Jost sorgte dafür, dass die Tränen der Rührung wieder trockneten und eine diebische Freude auf die Bühne sprang. Zylinder sind übrigens wieder völlig in!
Den charmanten Abschluss des Solo Abends machten Mike & The KuKaSisters mit "Goodnight, my love". Michael Maas, Karin Sommer, Ina Klischies und Margarete Quade bezauberten als Quartett und läuteten den Rausschmeißer ein.
Für eben diesen kam noch einmal der gesamte KuKaKor auf die Bühne und beendete diesen gelungenen Auftritt mit Madonnas "Like a prayer".
Begleitet wurden der Chor durch die Chorleiterin Martina Aschenbach, moderiert wurde der Abend von der zauberhaften Jekka van de Veer.
Vielen Dank an alle Mitwirkenden nochmals für diesen wunderschönen Abend und weiterhin viel Spaß beim Proben in "unserem" kleinen Theater.
Martina Aschenbach
Am Rutenwall 10b
46535 Dinslaken
0176/31343302
www.music-affairs.de
www.klangfArben.me
www.kukakor-dinslaken.de
Fotos: Johanna Schmidt

Autor:

Petra Mosbach aus Dinslaken

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