Jahreshauptversammlung des Kreisrindviehzuchtvereins

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Am Mittwoch, 20. Februar, trafen sich die Mitglieder des Kreisrindviehzuchtvereins Kreis Wesel zu ihrer Jahreshauptversammlung in der Weseler Niederrheinhalle.

Ulrich Köster, Geschäftsführer des Kreisrindviehzuchtvereins, verwies in seinem Bericht für das Jahr 2015 auf die äußerst angespannte wirtschaftliche Situation in den Betrieben. „Viele Familien sind in echter Bedrängnis und eine große Trendwende an den Märkten ist nicht zu erwarten.“ Öffentliche Angriffe und ein landwirtschaftsfeindlicher Protest aus der Gesellschaft belasteten die Züchter zusätzlich.

Die Zuchtviehvermarktung war im Kreis Wesel in 2015 leicht rückläufig, auch dafür ist der niedrige Milchpreis verantwortlich. Besonders problematisch gestaltet sich das Geschäft mit weiblichen Zuchtkälbern und Jungrindern, da viele Züchter die Jungviehaufzucht beenden. Die intensive Zuchtberatung der Betriebe wurde fortgeführt und konnte insgesamt 2.000 Tiere individuell auf 17 Betrieben anpaaren.

Insgesamt 44 Zuchtkühe wurden mit dem Prädikat Elitezuchtkuh ausgezeichnet. Das begehrte Prädikat „Excellent“ konnten 7 Kühe erreichen.
11 Züchter nahmen mit 18 Kühen an drei überregionalen Schauen teil. Dabei erreichte Berhard de Baey auf der Färsenschau in Krefeld mit „Alicia“ und in Oldenburg bei der DHV-Schau mit „Alabama“ den Platz 1b.
Volker Elsermann belegte mit der „Alisa“ anlässlich der RUW Schau in Hamm ebenfalls einen 1b Platz.
Letztlich schafften es dann doch Bernd Borkes-Busshaus mit „Ramira“ und die Zuchtstätte Anhamm GbR mit „Nusspli“ auch einmal ganz vorne auf der 1a Platzierung zu stehen.

Auf der Jahreshauptversammlung wurden die Züchter Volker Elsermann (Hamminkeln), Karl-Heinz Arden (Wesel), Heiner Brings (Rheinberg), Hermann Krusen (Hamminkeln) und Carsten Schmäh (Wesel) für den Vorstand wieder gewählt. Gerd Luyven aus Kamp-Lintfort wurde wieder zum Vorsitzenden gewählt.

In seinem Vortrag „Von Bauernhofidylle bis Massentierhaltung – Kommunizieren wir richtig?“ ging der Referent Dr. Jörg Bauer (Fachschule für Agrarwirtschaft, Fritzlar) besonders auf die geringe Akzeptanz in der Gesellschaft zur heutigen Landwirtschaft ein. Aufgabe der Landwirtschaft werde es in Zukunft sein, offen auf den Verbraucher zuzugehen und ihn für die moderne Arbeitsweise zu gewinnen. Anhand von Beispielen aus dem täglichen Leben gab er den Landwirten noch einfache Kommunikationsregeln im Umgang mit dem Verbraucher mit auf den Weg.
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