Quo Vadis DIN-Tage??

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Dinslaken: Dinslaken |

Die Din-Tage
Ein Stadtfest von Dinslakener für Dinslakener, so hieß es bei der diesjährigen Eröffnung des Rummels in der Innenstadt.

Eine sehr schöner Slogan, eine gute Idee, ein erstrebenswerter Gedanke: Nur leider kann man feststellen, dass nicht alle Altersgruppen mit diesen Worten bei der Durchführung des Volksfestes mit eingebunden wurden. Die Rede ist von den „jungen Erwachsenen“; Auch diese Gruppe will sich das bunte Treiben natürlich nicht entgehen lassen und so findet man sie meist gesellig im Bereich des Stadtparks jedoch ein wenig „alleingelassen“ ohne ein stimmiges, attraktives Angebot.
In einer kleinen, schönen Stadt die sich baulich und auch strukturell seit einigen Jahren neu erfindet wird leider immer mehr eine ganze Generation vernachlässigt.
Pikanterweise ist es eben diese Altersgruppe, die bald die Zukunft dieser Stadt bilden und formen wird.

Aus städtebaulicher Sicht ist Dinslaken absolut auf dem richtigen Weg.
Auch wenn es natürlich mit Einschränkungen des Verkehrs, Parkplatz-Problemen und finanziellen Auslagen verbunden ist, so kann man doch als Bürger dieser Stadt sehr zufrieden sein, dass sich in Dinslaken die Welt weiter dreht. Schaut man sich mal in umliegenden Städten um, so muss man doch zugeben, dass sich die Stadt in ihrer Umgebung wie ein kleines gallisches Dorf darstellt, das es geschafft hat, den Strukturwandel in der Region zu meistern.
Ob es nun der Niederrhein oder das Ruhrgebiet ist – Dinslaken tanzt zwischen diesen beiden Regionen und schafft es doch immer mehr sein ganz eigenes, weltoffenes, attraktives und charmantes Profil zu schärfen.
Jedoch sollte man, bei aller Weitsicht in der Umsetzung dieser Vorhaben die nachwachsende Generation nicht ganz aus den Augen lassen und diese unbedingt mit ins Boot holen.
In Bezug auf die Din-Tage könnte sich in einiger Zeit somit folgendes Problem ergeben:
Für den durchschnittlichen Teenager und den jungen Erwachsenen hat dieses Fest, resultierend aus dem fehlenden altersgerechten Angebot leider völlig an Attraktivität verloren.
Einzig der Bereich um den Ententeich/Stadtpark lockt mit dem Programm des SYLS und der Kutscherstube zum treffen und zum friedlichen feiern. Beide, genannten Angebote werden ehrenamtlich organisiert – Und haben es leider nicht immer leicht angemessen in das Programm der Din-Tage integriert zu werden.
In einer Stadt die sich gerade auf dem Fundament der Traditionen neu erfindet sollte man die nachwachsende Generation unbedingt mitnehmen.
Nach den Din-Tagen im letzten Jahr wurde signalisiert, dass Verbesserungsvorschläge und Anregungen für das Jahr 2016 erwünscht sein und gerne berücksichtigt werden können. Gemeinsam hätte man so einen neuen Anstrich gestalten können – Ein guter Gedanke, der in diesem Jahr leider nicht umgesetzt wurde, für die Kommenden doch sehr von Nöten ist.
Kurz: Es soll ein Fest für Dinslakener von Dinslakener sein.

Es sind die Steuerzahler von morgen die schon heute sagen: Für mich wird auf den Din-Tagen leider nicht wirklich viel geboten. Diese Meinung manifestiert sich vielleicht zwei, vielleicht auch drei Jahre lang – Und wenn später, bei genannter Altersgruppe irgendwann einmal selbst der Nachwuchs im Kinderwagen sitzt, kommt ganz bestimmt die Frage auf:
„Du Schatz, sollen wir mal über die Din-Tage?!“
Die Antwort kann man sich dann denken – Wer über Jahre das Angebot vermisst hat, wird es sicherlich nicht positiv an seine Kinder weitergeben.
Früher war bestimmt nicht alles besser, es gab seinerzeit ganz andere Probleme, und natürlich hat sich im Zeitalter der Digitalisierung einiges geändert – So kann man heute zuhause sitzen und sich über die sozialen Netzwerke austauschen und alles schlecht reden.
Aber bei allen Veränderungen wäre es doch bestimmt sehr willkommen wenn auch die Din-Tage ein wenig mit der Zeit gehen würden.
Klar, Sicherheit steht im absoluten Vordergrund und daraus resultierende Regeln und Verbote lassen sich nicht vermeiden – Aber aufgrund dieser Tatsache eine Generation auszublenden die bald das Bild dieser Stadt formen wird ist sicher nicht der richtige Weg.
Ein Genrationsübergreifendes Konzept auf die Beine zu stellen, mit dem alle Bewohner glücklich sind ist wahrlich schwer, doch die Gefahr besteht, dass sich die Tradition Din-Tage an Reiz und Magnetwirkung verliert.
Vielleicht wäre eine generelle Überarbeitung, ähnlich die des Stadtbildes von Nöten.
Ein frischer Wind, ein neuer Impuls, ein Blick in die Zukunft basierend auf dem Althergebrachten.

Wenn eine neue Brise durch die Stadt weht dann sollte das Schiff die Segel setzen damit man auch in Zukunft noch neue Häfen ansteuern kann.
Ein Flaute, und so sieht die junge Genration die aktuellen Din-Tage, schadet der Bewegung des Bootes in dem wir alle sitzen.
Wer zukunftsorientiert denkt, darf nicht vergessen diese Generation aktiv mitzunehmen – In diesem Sinne kann man nur hoffen das die Tage nicht bald „ausgeDINt“ haben, das wäre ein Verlust der sicher für alle Generationen sehr schmerzhaft wäre, denn ein Stadtfest ohne Besucher hat Dinslaken nicht verdient. Nicht heute, nicht morgen und auch nicht in der nicht in der nächsten Generation.
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2 Kommentare
Harald Landgraf aus Moers | 30.08.2016 | 15:56  
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Nicklas Berg aus Dinslaken | 30.08.2016 | 16:08  
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