Rheinland: Am 4. Oktober feiern Landwirte Erntedank

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Erntekrone (Foto: RLV)
In wenigen Wochen feiern Landwirte im Rheinland das Erntedankfest. Traditionell ist der erste Sonntag im Oktober Tag des Erntedankfestes. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin.

Als das Erntedankfest im Königreich Preußen 1773, also vor fast 250 Jahren, erstmalig auf seinen festen Termin festgelegt wurde, waren reiche Ernten nach RLV-Angaben selten, hingegen Missernten mit Preissteigerungen und Hungersnöten keineswegs ungewöhnlich. Eine gute Ernte habe als Glücksfall gegolten, für die Landwirte und Städter zutiefst dankbar gewesen seien. Heute lebten wir in einer Zeit des Überflusses und globaler Märkte mit reich gedecktem Tisch. Kein Wunder also, wenn das Tun der bäuerlichen Familien mehr und mehr hinterfragt werde, so der RLV.

Auf den Höfen herrschte eine bedrückte Stimmung, betont der RLV. Frust und Wut wegen des massiven Preisdrucks und wegen der Flut von kostenaufwändigen Auflagen durch die Politik von Bund und Ländern nähmen zu. Das Marketing des Verkaufs des Lebensmitteleinzelhandels mit „Wir lieben Lebensmittel“ oder „Woran erkennt man gute Qualität“ passe nicht zur Niedrigpreisstrategie des Einkaufs, kritisiert der RLV. Vor allem Schweinemäster und Ferkelerzeuger seien seit langer Zeit in eine Zange zwischen den gestiegenen Produktionsauflagen und –kosten sowie historisch tiefen Verkaufserlösen geraten. Von landwirtschaftlicher Seite sei die Initiative Tierwohl „Schwein“ auf den Weg gebracht worden. Es werde höchste Zeit, dass insbesondere auch dieser Bereich von Preiserhöhungen profitiere, so der Verband.
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