Sparkasse Dinslaken: Auch eine Art Heimkehr an den Niederrhein

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Bergsteigen ist eine Leidenschaft, die Rolf Wagner seit Jugendtagen pflegt: Eispickel und Kletterseil hat er immer dabei. Foto: cd
 
Familie Wagner beim Abi-Ball der ältesten Tochter Maya: (v.l.) Benjamin-Floyd, Maya, Rolf, Kim und Conni Wagner. Foto: privat.
 
Klettert schon seit Jugendzeiten an steilen Hängen. Foto: privat.
Dinslaken: Sparkasse Dinslaken | Exklusiver NA-Talk mit Dinslakens sportlichem neuen Sparkassen-Chef Rolf Wagner:

Schon im Juli kam Rolf Wagner (*1960) als designierter Vorstandsvorsitzender der Sparkasse hier in unsere Stadt und Region. Bereits Stellvertreter seines nun vor drei Tagen ausgeschiedenen Vorgängers Jürgen Stackebrandt hatte er gut drei Monate, sich in den Job einzuarbeiten.


Der alte Chef gab ihm im exklusiven-Abschiedsinterview und bei der Übergabe Vieles mit auf den Weg, Rolf Wagner ist nun seit dem 1. November offiziell der Chef. Der Führungswechsel an der Spitze der Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe, wie unser Verbreitungsgebiet, fällt in eine spannende Zeit:

So öffnet nach langen Jahren des Stillstandes in der City am morgigen Donnerstag die Neutor-Galerie ihre Tore und wird hoffentlich für den lang herbei gesehnten Aufschwung in Dinslaken City sorgen. Die Sparkasse spielt als ein Finanzier dabei eine entscheidende Rolle. So wie immer für einen großen Teil des heimischen Mittelstandes. Große Verantwortung in Zeiten großer Umbrüche.

Und: Wer ist nun der Mann, der an entscheidender Stelle ab sofort auch die finanziellen Geschicke vieler unserer Leserinnen und Leser verantwortet?

Der Vorgänger lud mich noch im Amt schon nach Hause, mit dem Neuen, mit Rolf Wagner treffe ich mich auf dem Oberdeck des neuen Sparkassen-Baus in der Hauptstelle Friedrich-Ebert-Straße: Ein strahlend blauer End-Oktober-Himmel erlaubt übers Pressehaus hinweg einen weiten Rundblick auf die niederrheinische Tiefebene.

Manchmal schließen sich die Lebens-Kreise beinah schicksalshaft: Denn dieser Rolf Wagner wohnte in früher Kindheit schon mal längere Zeit hier am Niederrhein, wenn auch auf der anderen Rheinseite. Die Eltern waren aus Schaumburg-Lippe nach Moers gezogen, Vater Wagner folgte als Bergmann der Kohle hierhin, als in Niedersachsen die Zechen schlossen. Nach ein paar Jahren aber ging´s für den inzwischen Achtjährigen wieder zurück in die alte Heimat.

Als nun Vater Wagner 2014 hörte, der Rolf geht an den Niederrhein zurück, als Chef, da hat er doch ein bisschen feuchte Augen bekommen. Aus Stolz - und in Erinnerung an die harte, aber auch schöne Zeit hier unter Tage. Rolf Wagner begann bei der Volksbank Stadthagen seine Aus- und dann Fortbildung zum Bankfachwirt. Weitere Stationen: Firmenkundenberatung, Weiterbildung zum Verbandsprüfer der ja genossenschaftlich organisierten Volksbanken, langjährige Prüfertätigkeit mit dem Schwerpunkt Kreditgeschäft.

Und da er auch über „eine gewisse pädagogische Ader“ verfügt, gab er sein Wissen gern als Seminarleiter und in Projekt-arbeiten weiter: „Man lernt auch selbst viel, wenn man etwas weitergibt. Reflektiert Strukturen intensiver und hat in Seminaren natürlich mehr Zeit für Fall-Analysen. Und die wiederum kommen durchaus dann dem konkreten Tagesgeschäft zugute.
Mein Motto seither: Es gibt immer einen Weg.“

Das hält er wohl auch in den Bergen so: Schon als Jugendlicher hatten steile Felswände eine große Anziehungskraft auf ihn. Und Kletterseil samt Eispickel hat er einfach immer dabei. (Glauben Sie nicht? Mein Foto oben beweist es, sogar beim Interview im Büro.). Denn: Man kann ja nie wissen, ganz oben wehen schon mal heftige Winde...

Seine Familie übrigens teilt die Leidenschaft für die Berge: Als die Kinder noch kleiner waren, wurde mit Hund und großer Begeisterung berggewandert. Aber auch anspruchsvollere Klettertouren ins Hochgebirge hat der neue Sparkassenchef Dinslakens schon organisiert: In den Alpen, in Afrika am Kilimandscharo, in Südamerika und sogar im Himalaya. Überhaupt spielt Sport in seinem Leben eine wichtige Rolle. Wagner war langjährig - und damals auch langbärtig – sehr aktiver Volleyballer.

Und hier in Dinslaken?

Hat er längst am Rhein entlang schon seine Lieblings-Laufstrecken gefunden. Oder radelt nach Feierabend auf dem Deich bei Götterswickerhamm, guter Ausgleich zum „trockenen“ Sparkassengeschäft. Frische Luft macht ja auch den Kopf frei und hält fit. Vorstandsarbeit kennt der Neue schon seit über 15 Jahren. Zuletzt bei der Volksbank Neumünster. Die Familie des ersten Chefs hier, der von anderer Bank engagiert wurde, wohnt noch bei Bückeburg: Auch wenn die älteste Tochter Maya schon studiert, die mittlere Kim und Benjamin Floyd stehen derzeit im bzw. vor dem Abitur: Schulwechsel unmöglich.

Und Ehefrau Conni war grade kürzlich der Berufs-Wiedereinstieg nach der Erziehungsphase geglückt. Und zwar gleich doppelt: Sie hatte sich als Yoga-Lehrerin den Traum vom eigenen Studio erfüllen können und auch noch eine halbe Stelle im Pfarrbüro von Bückeburg erhalten. Das kann nicht so leicht aufgegeben werden. So hat sich Rolf Wagner erstmal hier eine Wohnung genommen.
Und wie bei „Strohwitwers“ üblich arbeitet man abends denn auch schon mal länger, da brennt noch Licht ganz oben an Deck.

In der Einarbeitungszeit ja kein Fehler, da geht auch mal spontan: „Ok, wir treffen uns noch!“ Auch mal nach 17 Uhr, wenn die Konto-Sherpas unten schon das Basislager räumen. (Das ist nicht sein Bild, so würde er über Mitarbeiter nicht reden! Er sagt lieber:) „Wenn, genieße ich die Zeit mit der Familie besonders intensiv. Ich bin dann zu 100% Papa und Ehemann. Und hier vor Ort zu 100% Sparkassen-Chef.“

Wie man denn ihn als gelernten „Volksbänker“ in der Sparkasse-Familie aufgenommen hat?

Rolf Wagner: „Ganz ehrlich? Mit offenen Armen. Ich habe hier schon sehr viele wertvolle Menschen getroffen und kennengelernt. Die sich ihrer Verantwortung auch sehr genau bewußt sind. Ich hatte natürlich auch viele intensive Gespräche mit Jürgen Stackebrandt und möchte das auch in Zukunft nicht missen. Mir ist die niederrheinische Mentalität ja nicht wirklich fremd, Kindheitserfahrungen prägen ja doch. Aber auch die Niedersachsen schätzen das offene Wort. So freue ich mich auf meine Aufgaben hier. Auch, wenn ich nicht immer „Ja“ sagen kann.“.

Noch Fragen? Klar wird er am City-Lauf der Sparkasse teilnehmen: gleich die 10 Kilometer-Strecke! Im Flachland ohne Seil und Eispickel, versteht sich.

Na denn, herzlichen Dank für das aufschlussreich sportliche Gespräch, Herr Vorstandvorsitzender. Und - im Namen aller Leser und Kontoinhaber „Glück auf !“ für den Nanga Parbat an der Friedrich-Ebert-Straße. (Interview: Caro Dai)
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