Bahnhofsvorplatz: Es ist noch nichts entschieden!

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Bürgerproteste führen zu Planänderung


Am Donnerstagmorgen luden Michael Heidinger und Thomas Palotz Pressevertreter zu einer Pressekonferenz ins Rathaus. Thema war der geplante Umbau des Bahnhofvorplatzes.

Die veröffentlichte Planung war von einer Jury, der unter anderem Bürgermeister Heidinger und Baudezernent Palotz angehörten, in einem Architektur-Wettbewerb mit dem ersten Preis ausgezeichnet worden. Dieser Entwurf erzeugte Unmut in der Bevölkerung und viele Dinslakener äußerten ihre Sorgen zu diesen konkreten Umbauplänen, die eine autofreie Zone am Bahnhofsvorplatz vorsehen. Auch der Taxi-Stand und die Parkplätze vor einer Orthopädie Praxis und der Bahnhofsapotheke sollen wegfallen. (Der NA berichtete, sieh auch Lokalkompass.de/615651)

Heidinger und Palotz begrüßten die Diskussion zwar sehr, doch würden sie auf fehlenden Information beruhen. Sie betonten, dass der vorgestellte Plan nur eine anfängliche Idee sei, die noch nicht ausgereift ist. Die Bürger werden selbstverständlich in die Planungen und Veränderungen eingebunden und können ihre Meinung äußern und etwas verändern.

Da die momentane Planung vorsieht, dass auf dem Vorplatz selbst der Autoverkehr und die bisher vorhanden Parkplätze wegfallen, machen sich viele Bürger sorgen, dass es keine nahe Verkehrsanbindung zum Bahnhof und den umliegenden Ärzten und Läden mehr gibt. Es gäbe aber keinen Grund zur Sorge: Die weggefallenen Parkplätze würden an anderer Stelle in der direkten Umgebung des Bahnhofs neu gebaut werden.

Neu (und bisher noch nicht in den preisgekrönten Plänen vorhanden) ist, dass auch ein kleines Auto-Parkhaus und auch ein Taxistand jetzt Teil der Planung sind. So würde die Parksituation langfristig verbessert werden, betonte Heidinger.
Für Menschen mit Behinderung soll (nach zahlreichen Protesten von Betroffenen) eine Sonderregelegung geben. Wie diese aussehen wird, ist allerdings noch nicht ganz klar. In jedem Falle würde der neue Vorplatz barrierefrei gestaltet werden.
Außerdem erhofft man sich durch die Umgestaltung auch der Bahnstraße eine bessere Verkehrsanbindung und Vernetzung der großen Achsen Neutor, Altmarkt und
Bahnhof.

Dadurch wäre die Funktionalität des Bahnhofs-Vorplatzes gewahrt. Durch den fehlenden Autoverkehr wäre der Platz dann auch attraktiver für Fahrradfahrer und Fußgänger, die sich dort in der neugestalteten städtischen Freifläche besser aufhalten könnten. Das Fahrradparkhaus bleibt weiter in der Planung.

Nach den Osterferien soll zügig damit begonnen werden, den Plan zu überarbeiten und sich die Meinungen der Bürger anzuhören. Der Umbau kann allerdings frühestens 2018 beginnen, da die Höhe der Fördergelder noch nicht fest steht. Es ist also noch genug Zeit in Ruhe zu beraten.
Detailfragen sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht geklärt, da der endgültige Plan noch nicht fertig ist. Deshalb ist auch zu Kosten und Dauer des Umbaus noch nichts bekannt.
Ein Problem gibt es aber noch: Heidinger befürchtet, dass bei einer zu großen Abweichung vom preisgekrönten Plan, die Fördergelder geringer ausfallen könnten. Von diesen Geldern ist der Umbau aber abhängig.
Man darf also gespannt sein, wie sich die Pläne unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger noch verändern werden.

Mara Rommel
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