Bürgermeister Dr. Michael Heidinger: Unsere Stadt hat viele Potenziale

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Termine und Veranstaltungen sind immer auch Gelegenheiten für Hintergrundgespräche in Sachen Wirtschaftsförderung in DIN: Bürgermeister Dr. Michael Heindiger mit NRW- Verkehrsminister Michael Groschek.
 
Im Einsatz für die Stadt kann auch schon mal Blut fließen: Bürgermeister Dr. Michael Heidinger beim Blutspenden. Foto: Heinz Kunkel
Zu den heißen Eisen im Feuer der Innenstadtentwicklung gehört die Neutor-Galerie. Der Niederrhein Anzeiger sprach mit Bürgermeister Heidinger nicht nur über diese Großbaustelle.

Niederrhein Anzeiger:
Noch ist ja nicht viel zu sehen am Neutorplatz. Welche Aufgaben erwarten denn den neuen Baustellenmanager Volker Pohl? Und wie geht`s weiter?

Bürgermeister Dr. Michael Heidinger:

Die Zeit bis zur Eröffnung der Neutor Galerie ist noch mit vielen Unannehmlichkeiten verbunden. Auf Baustellen ist es nun mal laut und dreckig. Damit die Anwohner und die Geschäftswelt so wenig wie möglich unter den Umständen leiden, haben wir Volker Pohl vom Fachdienst Tiefbau als Baustellenmanager installiert. Er ist der Ansprechpartner bei Problemen und wird versuchen im Rahmen des Möglichen Abhilfe zu schaffen. Und es ist auch weiterhin das Team des Projektbüros Innenstadt als Anlaufstelle (Dienstags und mittwochs zwischen 13 und 18 Uhr) aktiv. Wir müssen die ganze Innenstadt im Blick behalten. Wir möchten ja die Neutor Galerie als Tor zur ganzen Innenstadt bis hin zum Altmarkt nutzen. Hier sind wir gerade in Gesprächen, ob nicht dort eine Kinderbetreuung angeboten werden kann, damit die Eltern in Ruhe Shoppen gehen können.

Da gibt es erfreulicherweise positive Ideen und Resonanz aus der Geschäftswelt. Es ist sicherlich schwer, sich in der derzeitigen Phase vorzustellen, wie das alles einmal hier aussehen wird, aber wir haben viele Potenziale, die dann zum Tragen kommen, wenn die Neutor-Galerie fertig ist. Das wird ein Aufbruch für ganz Dinslaken und die Region.

Es ist eine große Freude zu sehen, wie sich eins ins andere fügt. Der neue Sparkassen-Pavillon am Neutor wird architektonisch eine Aufwertung des ganzen Platzes bewirken und zur Neustraße hinleiten. Mit der einheitlichen Bodenpflasterung, die vielleich sogar bis in die Neutor Galerie hineinreichen wird, ist auch optisch ein hochwertiges und verbindendes Zeichen gesetzt.
Und wenn man nach dem Shopping in der Altstadt gepflegt Essen oder gemütlich ein Bierchen trinken gehen kann, gekrönt mit Kulturgenuss in kleinerem oder größerem Rahmen, das hört sich doch gut an! Die Kathrin-Türks-Stadthalle und im Sommer unser schönes Burgtheater sollen da ebenfalls ihre Rollen spielen. Auch hier sind große Potenziale, die es zu nutzen lohnt.

Niederrhein Anzeiger:
Mit der Schließung des Jugend- und Szenetreffs Victor Hugo wird ja wieder einmal der Finger in eine alte Wunde gelegt: Wohin können Jugendliche in Dinslaken noch hingehen?

Michael Heidinger:
Das ist ein gute Frage und auch eine gesellschaftliche! Hier werden wir grundsätzlich diskutieren müssen, was wir in Dinslaken wollen. Eine funktionierde Kneipen- und Restaurant-Szene - Oder: Nach 22 Uhr die Bürgersteige hochklappen? Hinzu kommt noch, dass mit der Verschärfung des Nichtrauchergesetzes Raucher ja gezwungen sind, vor der Tür zu rauchen. Dass dann nicht schweigend geraucht wurde, war ja wohl auch das Problem in Sachen Victor Hugo. Wir sind froh, dass es wenigstens das Huberts für die jugendliche Zielgruppe gibt.

Niederrhein Anzeiger:
Wie wir hören, trägt die im letzten Sommer angeleierte, wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der französischen Partnerstadt Agen schon erste Früchte?
NV-Enertech aus Dinslaken wird in Agen gemeinsam mit französischen Unternehmen ein umweltschonendes Passivhaus realisieren. Ist das nicht auch was für den zukünftigen Energie-plus- Standort Lohberg?


Michael Heidinger:

Ja, wir sind stolz, dass schon ein konkretes Projekt mit Dinslakener Know how in Agen verwirklicht wird. Die französische Wirtschaftsdelegation hat sich bei einem Besuch im Firmensitz von NV-Enertech von dem innovativen Energiesparkonzept aus Dinslaken überzeugen können. Und wollen das nun auch in Frankreich gemeinsam vermarkten. Ja, auch Lohberg kann solche Projekte gebrauchen. Sie tragen ganz konkret auf kommunaler Ebene zum viel beschworenen Energiewandel bei.

Niederrhein Anzeiger:

Herr Bürgermeister, wir danken auch im Namen unserer Leserinnen und Leser für das Gespräch.

Baustellenmanager:
Volker Pohl vom Fachdienst Tiefbau ist der neu installierte Baustellenmanager. Eine Vielzahl verschiedener Baustellen wird im Zuge des Innenstadtumbaus die Dins-lakener Mitte prägen und temporäre Veränderungen für Bürger und Kunden mit sich bringen. Volker Pohl übernimmt die Abstimmungsarbeit zwischen den einzelnen Baustellen und steht zudem als Ansprechpartner für Fragen, Kritik und Anregungen zu den Baustellen zur Verfügung. Und ist unter der Tel. 0162-2671332 zu erreichen.
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