CDU hinterfragt die Rolle der Marienschule Lohberg

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Dinslaken. Die CDU-Fraktion beschäftigte sich in ihrer Klausur eingehend mit der Zukunft und den notwendigen Lebenschancen für Kinder mit Migrationshintergrund. Dabei stand auch die Rolle der Gemeinschaftsgrundschule in Lohberg im Fokus der Diskussion.

Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende Heinz Wansing: „Kinder mit Migrationshintergrund müssen, unter der Wahrung der eigenen Kultur und Religion, in unsere Gesellschaft hineinwachsen. Dies kann aus Sicht der CDU-Fraktion nur gelingen, wenn die Kinder und Jugendlichen in der Kindertagesstätte, in der Schule und in der Freizeit Kontakt mit unserer Kultur und den Menschen hier haben. Solange und soweit die Kinder nur unter sich sind und unsere Kultur nicht erleben können, oder dieser gar entzogen werden, wird Integration nicht gelingen. Da die Marienschule in Lohberg fast ausschließlich von Kindern mit Migrationshintergrund besucht wird, ist eine Integration geradezu ausgeschlossen.“

Auch Rainer Hagenkötter, Vorsitzender des CDU-Ostverbands Feldmark/Lohberg meint: „Wenn wir den Kindern einen aussichtsreichen Start ermöglichen wollen, müssen wir sie aus der Marienschule rausholen und an anderen Grundschulen vermischen. Ebenso muss die entsprechend für das einzelne Kind notwendige Förderung im familiären Bereich, in der Kindertagesstätte und in der Schule sichergestellt sein.“

Der schulpolitische Sprecher der Fraktion, Michael van Meerbeck, sieht das genauso: „ Diese hier notwendige gesellschaftliche Anstrengung ist nicht nur mit Sicht auf die Zukunftschancen eines jeden Kindes notwendig, sondern sichert auch die Gesellschaft und ihre Entwicklung entsprechend ab. So ist jeder eingesetzte Euro und das hierfür notwendige Engagement der Menschen eine wirkliche Zukunftsinvestition. Die Grundgedanken der Inklusion bei Menschen mit Behinderungen müssen allgemeingültig gelten und somit besonders auch für Kinder mit sozialer Benachteiligung oder Kinder mit Migrationshintergrund. So müssen alle Anstrengungen unternommen werden, dass wir zu einer Gesellschaft zusammenwachsen. Dies geht nur, wenn man sich kennt und sich in aller Unterschiedlichkeit zu schätzen weiß.“

Mit dieser Maßgabe will die CDU-Fraktion die anstehenden Diskussionen im Bereich der Kindertagesstätten, der Schulen und bei den entsprechenden Fördermaßnahmen führen. Der Blick soll auf das einzelne Kind und nicht auf die Existenz einer Institution gerichtet sein.

Wansing: „ Es steht für uns außer Frage, dass die Marienschule hochengagierte Lehrer hat, die sehr gute Arbeit leisten, aber die Lage und das Umfeld lassen eine Integration nicht zu.“
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