Dinslaken: Erinnerungskultur am Tag der Einheit

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Horst Miltenberger und Marie-Luise Dött begrüßten am Tag der Deutschen Einheit zahlreich Gäste im Kino Lichtburg.
  Dinslakens CDU mit ungewöhnlich kulturvollen Veranstaltungen aus dem üblichen Rahmen vieler lokaler Ortsverbände, auch anderer Parteien.

Ein Kultur-Termin besonderer Art nun auch der besondere Feiertag der Deutschen am letzten Samstag: Vorsitzender Miltenberger lud zur Erinnerungs-Kultur – ins Kino Lichtburg!

Da ließ es sich Dinslakens CDU-Bundestagsabgeordnete Marie-Luise Dött nicht nehmen, im Wahlkreis gemeinsam mit Parteifreunden und vielen Gästen den 3. Oktober mit einem unauffällig staatstragenden und emotional bewegenden Festakt zu würdigen. Dinslakens Christdemokraten luden zum Erinnern und Austauschen bei Häppchen, Sekt und O-Saft zum oscar-preisgekrönten Spielfilm „Das Leben der Anderen“!

CDU schaut Oscar-Film

Dött bedankte sich bei Horst Miltenberger für die ungewohnte Gelegenheit, an die Unfreiheit im Stasi-Überwachungsstaat, aber auch an den glücklichen Ausgang der „Friedlichen Revolution“ zu erinnern. Denn „vor 25 Jahren feierten Millionen ein Ende und einen Neubeginn – nicht nur für Deutschland. Die deutsche Wiedervereinigung läutete auch die Einheit Europas ein. Und besiegelte das Ende des Kalten Krieges. Ich bin dankbar, dass ich Zeuge dieser Zeit sein durfte.“, sagte die einflußreiche Berliner Abgeordnete in einer kleinen Rede.

Manchmal trifft sich Dinslakens Abgeordnete mit einem Bundestags-Kollegen aus den neuen Bundesländern: Wenn beide dann zu Fuß durchs Brandenburger Tor Richtung Reichstag gehen, sagt der Kollege laut Dött jedesmal: „Wir gehen historisch“. Weil die Wiedervereinigung für ihn noch immer wie ein Wunder ist…

Das Leben der Anderen

Marie-Luise Dött hielt fest, dass nicht alle Veränderungen allen gefallen haben: „Auch für uns, die aus der alten Bundesrepublik stammen, gab es große Umstellungen und völlig neue Herausforderungen.“. Die Bilder jener Tage erinnerten sie daran, wie schwer der Weg war. Sie zeigten uns aber auch, wie wertvoll und wie richtig es ist, für Freiheit und Demokratie zu kämpfen.

Aus dem engen Kreis um Bundeskanzlerin Angela Merkel zitierte MdB Dött Frau Merkel, dahinter stecke ein ungeheurer Mut:

„Die Wiedervereinigung war keine logische Folge aus den Ereignissen in der DDR. Und damit kein Selbstläufer. Der Weg dorthin hing vollkommen ab von der Zustimmung Frankreichs, Großbritanniens, der USA und der Sowjetunion.“.
Man dürfe bei aller rückblickenden Euphorie nie vergessen, England und Frankreich hätten Angst vor einen wieder erstarkenden Deutschland gefühlt. Konflikte zwischen West- und Ostblock, zwischen Nato und Warschauer Pakt bestimmten die politische Lage. Im Kalten Krieg mit all seinen Unwägbarkeiten stand „die Weltgeschichte öfters kurz vor der Explosion.“ , erinnerte Dinslakens CDU-MdB eindringlich Parteifreunde und Gäste.

Fast ein Staatsakt

Dött erinnerte an Michael Gorbatschow und seine Politik der Perestroika, an George Bush und Kanzler Kohl in den „2 (beide Deutschlands) plus 4 (Siegermächte)“- Verhandlungen. Erst hier wurde die Wiedervereinigung „weltoffiziell“.
Marie-Luise Dött: „Mit den Mitteln der ruhigen Revolution haben die Bürger der damaligen DDR ihre Freiheit erzwungen und die Wiedervereinigung Deutschlands ermöglicht – nach 40 Jahren Diktatur! Helmut Kohl hat schon 1990 auf die untrennbare Verbindung der deutschen mit der europäischen Einigung verwiesen. Seither hat sich die Zahl der Mitgliedsländer der Europäischen Union mehr als verdoppelt.“.

Und ganz aktuell appellierte die Politikerin: „Verständigung auf gemeinsamer Grundlagen und die Vereinbarungen sind die Voraussetzungen für ein vereintes und starkes Europa.“. Mit dem Satz „In der Mitte Europas haben wir die Pflicht, für Ausgleich, Versöhnung, Toleranz und Freiheit einzutreten.“, bezog die Bundestagsabgeordnete die aktuelle Situation mit ihren immensen Herausforderungen auf die kleine Dinslakener Einheits-Feier. Mit den großartigen Schauspielern im Film „Das Leben der Anderen“ dürfe man für diesem Blick nach hinten dankbar sein, „dass dieser Teil der deutschen Geschichte hinter uns liegt.“. Bewegt gaben CDU-Mitglieder und alle Gäste der Rednerin einen langanhaltenden Applaus.

Die Stadtspitze aus sozialdemokratischem Bürgermeister und Sozialdezernentin war derweil mit anderen Repräsentanten in Dinslakens französischer Partnerstadt Agen, um ein ganz anderes Jubiläum zu feiern: 40 Jahre dieser deutsch-französischen Städtepartnerschaft. Der Stadtkämmerer war schon auf der Expo Real München. Die Dinslakener Kino-Rede zur Deutschen Einheit von Marie-Luise Dött werden sie nachlesen können, sie sollten es tun.
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