Seminar der Jungen Union zum Thema: Christliche Werte und christliches Handeln in der Politik

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Die Junge Union Dinslaken (JU) hat ein bildungspolitisches Seminar zum Thema "Christliche Werte und christliches Handeln in der Politik" veranstaltet und als Referenten Kaplan Bernd Holtkamp eingeladen.

Holtkamp, seines Zeichens Kaplan in der hiesigen Pfarrei St. Vincentius Dinslaken, skizzierte zu Beginn des Bildungsseminars die Grundzüge des christlichen Menschenbildes. Danach stand das Thema "Trennung von Staat und Kirche" auf dem Programm. Zum Einstieg in diesen Themenkomplex wurde ein Auszug aus dem Evangelium vorgelesen, indem Jesus gefragt wird, ob er Steuerzahlungen an den Kaiser für richtig hält. Jesus antwortete: "So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!"

Von diesem Zitat aus zog Holtkamp einen historischen Bogen zur Trennung von Staat und Kirche und begann bei der konstantinischen Wende, in der Kaiser Konstantin das Christentum zur Staatsreligion erklärte und zog den Bogen weiter über die Religionskriege in Europa bis hin zur immer wieder aufkommenden Diskussion um den staatlichen Einzug der Kirchensteuer in Deutschland und anderen Unterstützungen seitens der Staates für die Kirche.
Als Beispiel für eine enge Trennung von Staat und Kirche warfen die Teilnehmer des Bildungsseminars einen Blick auf das streng laizistische Nachbarland Frankreich und sahen sich als Gegenbeispiel die russisch-orthodoxe Kirche an, die enge mit dem russischen Staat verbunden ist.

Im Anschluss daran beschäftigten sich die Seminarteilnehmer mit der Rede von Papst Benedikt, die dieser vor dem deutschen Bundestag hielt und deren Kernbotschaft war, dass ein Politiker seiner Arbeit mit einem hörendem Herz nachgehen soll.

Zum Abschluss des Seminars zeigte Holtkamp noch auf, wie der "Heilige Stuhl" im internationalem Völkerrecht eingebunden ist und wie er auf politischer Ebene wirkt.
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