Wahl-Entscheid am Niederrhein?

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Landesmutter Hannelore Kraft und Stefan Zimkeit (SPD-MdL-Kandidat) lesen das KANDIDAT PRIVAT Interview mit Stefan Zimkeit. (Nachzulesen auf Lokalkompass.de). Foto: Heinz Kunkel.
 
Norbert Meesters SPD-MdL-Kandidat Voerde/Hünxe) zeigt Hannelore Kraft auch sein KANDIDAT PRIVAT Interview mit dem NA. Foto: Heinz Kunkel.
Diese Wahl ist schon mal gut ausgegangen: Landesmutter Hannelore Kraft liest die richtige Zeitung!

Unterwegs mit Landesmutter Hannelore Kraft beim Wahlkampf-Höhepunkt am letzten Sonntag:

Macht die amtierende Ministerpräsidentin Hannelore Kraft alles
richtig in diesem ungewollten Landtags-Wahlkampf - und damit das Rennen?!


Glaubt man den Meinungsforschern steht Hannelore Kraft doppelt so hoch in der Gunst der NRW-Wähler wie ihr Herausforderer Bundes-Umweltminister Norbert Röttgen (CDU). Und kann sich am Muttertag nach Urnenschluss den Koalitionspartner Grün oder Schwarz aussuchen. Wenn nicht die Piraten-Prozente die Option Rot-Grün unmöglich machen. Wir begleiteten exklusiv für unsere Leser die amtierende Ministerpräsidentin beim Wahlkampf-Höhepunkt am letzten Sonntag vor Ort.

Die Stippvisite im Hiesfelder Mühlenmuseum – zu Ehren der Ehrenamtlichen – ist für die ehemalige Jugend-Handballerin Hannelore Külzhammer, verheiratete Kraft aus Mülheim-Dümpten an diesem Sonntagmorgen ein Heimspiel. „Ich kenn das ja gut hier!“, nimmt sie ihr Publikum aus Vereinen, Kindergärten, Schulen und ihrer Partei gleich für sich ein und erinnert sich: “…und wir haben hier nicht immer gewonnen gegen den TV Jahn Hiesfeld!“.

Lacher, Jubel, großer Beifall. Die „Landesmutti“ ist flankiert von einer Riege prominenter Parteifreunde wie Dinslakens Bürgermeister Dr. Michael Heidinger, dem örtlichen SPD-Bundestagsabgeordneten und scheidenden NRW-Generalsekretär Michael Groschek; aus Sterkrade ist der für Dinslaken wieder für den Landtag kandidierende Stefan Zimkeit und aus Wesel der für Voerde / Hünxe ebensfalls wieder antretende Norbert Meesters angereist – alle vier 2009 ins Amt gewählt.

Souverän und humorvoll

Hannelore Kraft muss die kumpelhafte Art der Wählernähe nicht spielen und die Menschen merken das hier schnell. Dass sie auch anders kann, ist der souveränen Frau anzumerken, wenn sie im Schnelldurchlauf in freier Rede die anstehenden Projekte ihrer Politik durchgeht. „Und dafür brauche ich die Jungs hier im Landtag!“ lautet ihre abschließende Wahlempfehlung und zeigt auf die Genannten.
Nach einem kurzen

Abstecher mit Gesang nach Oberhausen-Schmachtendorf fährt der Audi mit den Personenschützern begleitet vom identischen Sicherheits-Zweitwagen am Westausgang des Oberhausener Bahnhofs vor: Die von U-Boot-Maat „Mike“ Groschek einst in Juso-Kämpfer-Jahren erst in ein Jugendzentrum und dann in ein lebendiges Industrie-Museum verwandelte alte Zinkhütte Altenberg ist heute Tages-Standort einer jung gebliebenen anderen „Mutter Courage“ des Landes: Krafts Duzfreundin Bärbel Höhn, einst Landesumweltministerin und „Nagel am Sarg“ der SPD-Karriere eines entnervten Wolfgang Clements, feiert runden Geburtstag. Wie Groschek für die SPD ist auch dessen Mit-Oberhausenerin Höhn seit 2009 Mitglied des Bundestages - für die Grünen, und somit wie er MdB auch für Dinslaken.

Aus Düsseldorf ist hierhin Frau Krafts Noch-Koalitionärin und Vize-MP Sylvia Löhrmann angereist. Eine seltene Mischung mitten im Wahlkampf, wie sie nur hier am Rande des Reviers so geht. Auch Vertreter anderer Parteien gratulieren der grünen Urmutter persönlich und herzlich, (die die handy-Nummer von UN-Generalsekretären in der Handtasche trägt und in Klimafragen auf internationalem Parket aktiv ist), darunter auch CDU-Fraktionschef Heinz Wansing aus dem Dinslakener Rat.

Für die „alte“ und wohl neue Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gilt, dass sie auch hier in der Zinkhütte Altenberg wieder die richtigen Worte findet, als sie „der Bärbel“ dafür dankt, dass sie einst den Weg vom Norden ins Revier gefunden hat. Sprach´s, „trank sich noch einen“ und ließ sich dann die paar Kilometer schnurstracks in die Doppel-Haushälfte im nahegelegenen Dümpten fahren. Luftlinie nur paar Kilometer entfernt von der Kita, wo Bärbel Höhn einst als engagierte Mamma in die Politik rutschte. Ist nicht so schwer, sich hier vor Ort, auch im Bereich Dins-laken, Voerde, Hünxe gut auszukennen. Vorausgesetzt, man/frau liest die richtige Zeitung. (Erschienen im Niederrhein Anzeiger KW 19/12 cd)
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