„Wir wollen keine Schneise durch Dinslaken“: Diskussion um die Um-/Neugestaltung der B8

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Zurzeit wird überlegt, wie man die B8 entlasten könnte. (Foto: Grafik: Stadt)
von Sarah Dickel

Dinslaken/Voerde. In der Diskussion um die Um-/Neugestaltung der B8 fielen in den letzten Wochen einige Vorschläge. Wie der aktuelle Stand der Planung ist, verrät Thomas Pieperhoff, Pressesprecher der Stadt Dinslaken.

Jeder, der von der A59 in Dinslaken ab- und Richtung Wesel auf der B8 fährt, kennt das Problem. Insbesondere morgens und nachmittags wird die Fahrt zu einer echten Zerreißprobe für die Nerven. Es reiht sich Auto an Auto und Vorwärtskommen ist oftmals nur in langsamem Tempo möglich.
Dass dem so ist, hat auch der Bund erkannt. Im letzten Jahr wurde im Bundesverkehrswegeplan eben jene Strecke mit einer Maßnahme versehen, die vielerorts nur für Kopfschütteln sorgte, da sie nicht mehr der aktuellen Situation entspräche. In den letzten Wochen kochten dann immer wieder neue Begriffe und Lösungsansätze, wie zum Beispiel der eines Tunnels, hoch.
Fakt ist, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch gar keine Entscheidung gefallen ist oder fallen wird, wie Thomas Pieperhoff, Pressesprecher der Stadt Dinslaken, bestätigt: „Zum jetzigen Zeitpunkt müssen wir erst mal Klarheit darüber bekommen, wie hoch das Verkehrsaufkommen tatsächlich ist.“ Zugute kommt der Stadt in diesem Fall, dass die Ampeln beziehungsweise die Schaltung entlang der B8 überprüft werden müssen. Im Zuge dessen wird auch eine Verkehrszählung durchgeführt: „Dies ist der erste Schritt, den wir in diesem Projekt durchführen werden“, so Pieperhoff. Für solch eine Verkehrsanalyse werden circa zwei Jahre benötigt. Nachdem diese Informationen dann vorliegen, können in einer Machbarkeitsstudie Empfehlungen ausgearbeitet werden.
Das etwas getan werden muss, ist nicht nur für Dinslaken, sondern auch für Voerde klar: „Die Verkehrsführung muss langfristig geändert werden“, erklärt Dirk Haarmann, Bürgermeister der Stadt Voerde. Prinzipiell könne man sich auf Voerder Seite auch einen Tunnel vorstellen, aber in erster Linie gelte, „Ausbau vor Neubau“, so Haarmann.
Die Stadt Dinslaken möchte in keinem Fall eine Durchbrechung des Stadtgebietes, wie Pieperhoff betont: „Wir wollen keine Schneise durch ganz Dinslaken, so wie es zum Beispiel bei der A40 in Essen der Fall ist.“ Deswegen ginge es der Stadt auch in erster Linie darum, das Beste für die Dinslakener Bevölkerung zu erreichen: „Der Durchfahrtsverkehr ist Aufgabe des Bundes“, so der Pressesprecher. Einig sind sich alle Betroffenen darin, dass das Projekt gemeinsam angegangen werden müsse: „Es fällt ja nicht nur in die Zuständigkeit von Voerde“, erläutert Haarmann und Pieperhoff fügt hinzu, „wir müssen einen regionalen Konsens finden.“
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