AK 2012 | Tor 13: Der Papst twittert.

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Der Papst twittert und die Welt liest mit. Pünktlich zur Weihnachtszeit erweitert der Vatikan seinen Einflußbereich und ist nun hochmodern per Gezwitscher im Internet dabei. Papst Benedikt XVI. schrieb folgendes:
"Liebe Freunde! Gerne verbinde ich mich mit Euch über Twitter. Danke für die netten Antworten. Von Herzen segne ich Euch." - und das in bisher acht Sprachen.

Mittlerweile sind weitere Tweets hinzugekommen und im Hintergrund arbeitet das A-Team des Vatikans mit Hochdruck an weiteren technischen Neuerungen, mit denen sich der Katholizismus pimpen lässt. Geplant sind z.B. ortsabhängige Umstrukturierungen der üblichen Gottesdienste. In gentrifizierten Stadtbezirken sollen demnach z.B. Weihnachtsmessen in Berlin Schöneberg in Xmas-Flashmobs umgewandelt werden, weil diese Messen (oder gar die Kirchen selbst) ja eh nur einmal pro Jahr besucht werden. Je nach Zeitbemessen sind Liveschaltungen via Skype live in den Vatikan möglich, so fern der Papst gerade eine ruhige Minute hat.

Die offizielle Bibel-App für das Smartphone und den Tablet-PC sind schon länger in der Schublade der Entwickler. Zum Heiligen Abend hin soll via App jederzeit die Geburtsstunde von Jesus aka die Weihnachtsgeschichte abrufbar sein. Das Schönste an dieser App: Sie richtet automatisch ein "Missionarskonto" ein, von der sie automatisch weihnachtlich gestimmte Grußkarten an alle Kontakte sendet.
Für Leute, die über Weihnachten hinaus diese Bibel-App nutzen wollen, gibt es einen speziellen Jahreswechselmodus, wo einem kurz nach Mitternacht die 10 Gebote angesagt werden.

Doch die katholische Kirche hat noch weitere Pläne für alle Weihnachtsfeste der nächsten Jahre. Gemeinsame Projekte mit dem früher ungeliebten Privatfernsehen ("DSDN - Deutschland sucht den Nikolaus") und das erste und einzige authentische Facebookprofil von Gott. Ohne Bilder und ohne Inhalt.

Der Papst twitterte zuletzt: "Habt ihr eine Idee, wie wir trotz allem Trubel in Arbeit, Familie und Welt treuer im Gebet sein können?"
Tja. Trotz aller Neuerungen und Modernisierungskampagnen ... Wer hätte gedacht, dass selbst die Kirche heutzutage am Ende ratlos bleibt.
Dennoch ein versöhnlicher Vorschlag von mir: Arbeit, Familie und "Welt" an den Weihnachtsfeiertagen verbinden und schlicht und einfach ... Weihnachten feiern. Wie auch immer das für jeden persönlich ausschauen mag.
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1 Kommentar
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Oliver Peters aus Dinslaken | 13.12.2012 | 14:11  
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