AK 2012 | Tor 5: Weihnachtsrezept.

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Zwickt die Hose schon? Dann besser Weihnachten ausfallen lassen. Gar nicht erst in die Nähe der ganzen Nascheinheiten und dem pompösen dritten Gang des Festtagsessens kommen. Nachher hat man seine Füße das letzte Mal in diesem Jahr gesehen. Das kurze Vergnügen der im Mund zerlaufenden Schokolade und der darauf folgenden Geschmacksexplosionen samt Gaumenorgasmen hat im Vergleich zum Drill danach einfach kein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ist aber auch schwer, sich gegen die Überzahl der Leckereien zu wehren, das muss selbst der Weight Watchers Vorstand zugeben, wobei sich die Fitness-Studios sich auf steigende Mitgliederzahlen im Januar freuen.

Egal. Weihnachten und Essen gehören zusammen wie Martini & Olive, Dick & Doof und Dieter Bohlen & RTL. Von daher gibt es heute einen kulinarischen Klassiker im Tor - ein klares Muss für jede Adventszeit.
Ein Rezept für Aachener Printen.

Man braucht:
50 g Orangeat, je 1 TL Zimtpulver, gemahlener Koriander und Anis, ½ TL gemahlener Ingwer, je 2 Prisen gemahlene Nelken, gemahlenes Kardamom, gemahlenes Piment, 150 g Zuckerrübensirup, 50 g brauner Zucker, 100 g Honig, 1 TL Pottasche, 100 g brauner Krümelkandis, 250 g Mehl

Drei Schritte.
1. Das Orangeat fein ohne Ende hacken und mit den angegeben Gewürzen vermischen. Ich bin echt kein Freund von Zuckerrübensirup ... aber der muss nun zusammen mit dem Brown Sugar und Honig in einem Topf (antihaftbeschichtet, ftw!) unter Rühren erhitzt werden, bis der Zucker gelöst ist. Die Pottasche in 2 EL lauwarmem Wasser auflösen.

2. Sirupmasse in eine Schüssel umfüllen. Das andere Zeug wie Kandis, Gewürzmischung, Pottasche und Mehl mit den Knethaken des Handrührgeräts untermischen. Teig abdecken, bei Raumtemperatur 12 Stunden ruhen lassen. Ja, ganze ZWÖLF Stunden. In der Zwischenzeit könnt ihr was anderes machen. Euren Facebookaccount checken. Die Fenster putzen. Verwandte anrufen. Eine neue Sprache lernen. Irgendwas.

3. Den Backofen auf 180° (Umluft 160°) vorheizen, Backblech mit Backpapier (gibt es sogar für Unfähige wie mich schon als Zuschnitt, lol) auslegen. Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem ca. 1 cm dicken Rechteck (ca. 20 x 28 cm) ausrollen. Den Teig in kleinere Rechtecke (ca. 4 x 7 cm) schneiden, aufs Blech legen und im Ofen (Mitte) ca. 15 Min. backen. Wollt ihr andere Lebkuchenformen? Dann vergesst die Rechtecke. Ist evtl. eh zu Mainstream. Nehmt einfach ein Hexagon oder so. Damit könnt ihr auch die Leute beeindrucken. Ach ja: Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Fertig.

Guten Appetit!
PS: Für alle, die Flüssignahrung bevorzugen: http://www.lokalkompass.de/dinslaken/leute/ak-2011...
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1 Kommentar
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Oliver Peters aus Dinslaken | 06.12.2012 | 16:05  
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