Vom Riesen Isidor

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Struwwelpeter lässt grüßen! ;-)

Tobias gähnt und kriecht ins Bett,
der Mond scheint hell aufs Fensterbrett.
Sein Spielzeug liegt im Raum verstreut,
was seine Mutter gar nicht freut.

Sie schimpft und droht, er kriegt nen Schreck:
„Ich werfe morgen alles weg.
Ich warne dich, mein lieber Freund,
in Zukunft wird hier aufgeräumt!“

Tobias drückt sein Schnuffeltuch,
der Opa kommt mit einem Buch
und liest ihm die Geschichte vor
vom bösen Riesen Isidor.

Tobias wird im Bett ganz klein,
denn Isidor ist hundsgemein,
er schmeißt die Kinderrutschen um
und biegt die Schaukelstangen krumm.

An Häuserwände schmiert er Matsch
und macht des Nachts nur Riesenquatsch.
Dann wirft er Fensterscheiben ein,
wie kann man nur so böse sein.

Er nimmt den Kindern Spielzeug weg
und wirft es grölend in den Dreck,
tritt feste drauf mit seinem Schuh.
Tobias kneift die Augen zu.

Wie laut jetzt Opas Stimme kracht,
wie Donnerwetter in der Nacht.
Tobias stöhnt, was ist da los?
Der Opa wächst, wird riesengroß.

Tobias schreit, er jammert, fleht,
weil dicht vor ihm der Riese steht.
Der beugt sich vor und brüllt ihn an:
„Na hab ich dich, du kleiner Mann.
Warum hast du nicht aufgeräumt!?“

Das Licht geht an, da steht Mama
und streicht ihm zärtlich übers Haar.
„Tobias schlaf, du hast geträumt.“

© Volker Rubin
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5 Kommentare
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Peter van Rens aus Oberhausen | 01.02.2017 | 10:19  
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Volker Rubin aus Dinslaken | 01.02.2017 | 13:52  
9.663
Franziskus Firla aus Mülheim an der Ruhr | 01.02.2017 | 18:50  
681
Volker Rubin aus Dinslaken | 02.02.2017 | 12:01  
62.201
Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 01.03.2017 | 16:11  
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