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TVB-Surfer Jonas Kuhlman (16) liebt seinen Sport - und bleibt realistisch

Jonas Kuhlmann ist erst 16 – aber schon seit zehn Jahren Sportler. Surfen ist seine Leidenschaft. In diesem Sommer hat er an den Jugend-Europameisterschaften am Neusiedler See in Österreich teilgenommen, am Wochenende wurde er Deutscher Jugendmeister R 20 am Dümmer See und bester Jugendlicher im Gesamtrennen.

Von Kerstin Halstenbach


NIEDERRHEIN ANZEIGER: „Konntest du dich für die kommende WM in Neuseeland qualifizieren?“

Jonas Kuhlmann (lacht): „Nein, aber dass ich an der EM teilgenommen habe, ist schon ein Erfolg für mich. Ich habe viel gelernt und es hat Spaß gemacht.“

„Du bist in einem Team gestartet.“

„Ja, und das in einer für mich neuen Klasse, denn in der RS:X-Klasse hatte ich noch keine Erfahrung. Lars Poggemann und Stephan Hecker aus Bayern und ich haben das deutsche Junioren-Team gebildet. Unser Trainer war Leon Delle, der ist sehr bekannt und erfahren. Wir haben den siebten Platz gemacht.“

„Was war persönlich deine beste Erfahrung am Neusiedler See?“
„Von den insgesamt 13 Rennen war es der letzte Tag. Ich mag heftige Bedingungen. Wir hatten etwa 27 Knoten, und mir liegt das. Im letzten Lauf kam ich auf Rang drei, das war meine beste Platzierung bei der EM.“

„Und der nächste große Wettkampf?“

„Es geht zu den Internationalen Deutschen Raceboard-Meisterschaften am Dümmer See.“

„Wann hast du mit dem Surfen angefangen?“
„Da war ich sechs. Ich hatte mit meinen Eltern in Holland Urlaub gemacht. Surfen hat mich von Anfang an begeistert.“

„Was bedeutet es dir genau, was hat der Sport mit dir gemacht?“
„Surfen macht mich ruhiger und selbstbewusster. Ich war hibbelig als Kind, ging aber nicht auf andere zu. Surfen hat mir auch schulisch geholfen: Ich durfte nur surfen, wenn ich in der Schule gut war.“

„Du gibst schon selbst deine Erfahrungen weiter?“
„Ja, ich bin Mitglied des TV Bruckhausen und gebe Surftraining. Wir treffen uns an den Baggerseen in der Region. Hier ist es wirklich schön. Trainiert wird mittwochs und donnerstags.“

„Träumst du von Hawaii, wie viele Surfer?“
„Hawaii wäre schön, aber ich träume nicht davon.“

„Dann träumst du also auch nicht von einer Profi-Karriere als Surfer?“
„Das wäre sehr schwer. Profi kann man nur werden, wenn man einen sehr starken Sponsor hat. Nein, realistisch betrachtet: Das kommt für mich nicht in Frage.“

„Du hast gerade die Schule gewechselt?“
„Ja, ich habe die Gustav-Heinemann-Realschule in Hiesfeld abgeschlossen und bin jetzt in der 11. Klasse des Konrad-Adenauer-Wirtschaftsgymnasiums.“

„Was möchtest du später mal beruflich machen?“
„Das weiß ich noch nicht.“
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