Eishockey: Dinslakener Kobras - Chancenlos schon vor dem Spiel

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Dinslakens Torhüter Dennis Rudolph. Foto: privat
Es deutete sich schon frühzeitig an, dass man beim Auswärtsspiel in Neuwied den Bären die Punkte überlassen muss. Die Vorzeichen waren einfach zu schlecht.

Doch dass es am Ende mit 0:10 (0:5; 0:2;0:3) so deutlich werden würde, hätte man im Vorfeld kaum für möglich gehalten. Und der Sieg der Bären geht auch in dieser Höhe völlig in Ordnung. Erst im Schlussabschnitt konnten sich die Kobras aus der Umklammerung der Hausherren ein wenig befreien und 2-3 eigene vielversprechende Angriffe starten. Davor spielten sich die Ereignisse eigentlich ausschließlich vor dem Kasten von Dennis Rudolph ab. Und hielt man sich mal vor dem Tor der Gastgeber auf, sprangen keine wirklich gefährlichen Aktionen heraus.

Dass es personell auch bei diesem Spiel um die Kobras nicht zum Besten bestellt sein würde, wusste man eigentlich schon in der gesamten letzten Woche. Doch als am Vorabend der Partie Robert Gramstat auch noch wegen einer starken Erkältung passen musste, war das Spiel in Neuwied quasi schon entschieden. Nicht nur das Fehlen von 12 ! Spielern machte das Unterfangen schwierig, sondern insbesondere die Tatsache, dass Trainer Tsvetkov nur 9 Stürmer und 2 Torleute zur Verfügung standen. Man fuhr also ohne einen gelernten Verteidiger in die Höhle der Bären. Zwar bemühten sich die drei „Verteidiger“ Timothy Tanke, Joey Menzel und Julian Marten nach Kräften, doch war sehr deutlich zu erkennen, dass ihnen für diese Aufgabe jegliche Ausbildung fehlte.

Und da auch die restlichen Stürmer weitestgehend mit Defensivaufgaben befasst waren und vom Topfavoriten immer wieder ins eigene Drittel zurückgedrängt wurden, waren selbst die Chancen auf einen Ehrentreffer stark begrenzt.

Nach dem 0:5 im ersten Drittel ließen die Dinslakener Spieler für einen Moment die Köpfe hängen, da man merkte, dass man an diesem Abend aussichtslos auf verlorenem Posten stand.
Ab dem Mittelabschnitt hatte man sich allerdings mit allen Gegebenheiten arrangiert und nahm den Kampf dann wieder auf, natürlich nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Da aber Neuwied in allen Belangen überlegen war, sprang außer Schadensbegrenzung nichts Zählbares für die tapfer kämpfenden Kobras heraus. Glücklicherweise sieht die Personalsituation für die nächste Begegnung bei den Frankfurter Löwen am kommenden Freitag deutlich entspannter aus, zumal die Kobras auf dem Transfermarkt nochmal nachgelegt haben. Dazu im Laufe der Woche aber mehr.

Am Ende des Spiels in Neuwied wurde der Spieler des Abends der beiden Teams gewählt. Bei den Gästen wurde diese Ehre Kapitän Haßelberg zuteil, doch aufgeopfert hatten sich in den 60 Minuten alle Spieler. Und wenn man überhaupt noch einen weiteren Spieler herausheben sollte, so kann dies nur Torhüter Dennis Rudolph sein, der einen Glanztag erwischte. So bitter dies klingen mag, durch seine fehlerfreie Leistung wurde ein noch größeres Debakel verhindert.

EHC Die Bären Neuwied – Dinslakener Kobras 10:0 (5:0; 2:0; 3:0)
Tore Neuwied: Bruch, Gibbons, Niestroy (je 2), Bill, Love, Hamann, Kettler
Tore Dinslaken: 0
Strafminuten Neuwied: 4
Strafminuten Dinslaken: 6
Zuschauer: 626
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