Dinslaken: Städtepartnerschaftsverein gegründet

Anzeige
(v.l.) Hier werben die frischgebackenen Vorstandsmitglieder (v.l.) Martin Herrmann, Renate Seidel und Klaus-Dieter Graf (r.) die ehemalige Bürgermeisterin Margarethe Humpert (2.v. r.) für den neuen ehrenamtlichen Städtepartnerschaftsverein. Foto: cd
Der neue Verein will den Austausch mit den Partnerstädten in Frankreich und Israel auf allen Ebenen stärken:

Dass „Mr. Kulturamt“ Klaus-Dieter Graf nach seiner Pensionierung brav in den Ruhestand gehen würde, hatte sowieso niemand wirklich für möglich gehalten. Er selbst hatte bei seiner Verabschiedung nach 50 Jahren in städtischen Diensten im letzten Jahr schon angedeutet, dass er sich auch weiterhin ehrenamtlich um die Partnerstädte kümmern wolle. Denn auch wenn diese Partnerschaften schon Jahrzehnte städtisch flankiert bestehen, so werden sie doch hauptsächlich durch persönliche Freundschaften mit Leben gefüllt. Das will der neugegründete Verein auf vielen Ebenen weiter fördern.

Netzwerker Klaus-Dieter Graf konnte eine beeindruckend vielfältige und überparteiliche Gruppe dafür gewinnen. Dem frischgewählte Vorstand gehören neben ihm selbst, Andreas Heinrich (Stadtwerke Dinslaken), Renate Seidel (ehemalige CDU-Ratsfrau mit Schwerpunkt Kultur), Bernd Schürmann (ehemaliger VHS-Leiter), Bärbel Thein-Kruppa (Berufskolleg/ Deutsch-französische Gesellschaft), Martin Herrmann (Steuerberater), Jürgen Weber (Lebenshilfe) und Bernd Minzenmay (FDP-Ratsherr) an. Wie der Niederrhein Anzeiger gestern bei der Eröffnung der großen „Trau Dich!“-Ausstellung in der Sparkasse erleben durfte, wirbt der neue Vereinsvorstand bei passenden Gelegenheiten um weitere Mitglieder.

Auch Dinslakens ehemalige Bürgermeisterin Margarethe Humpert steht ganz oben auf der Wunschmitgliederliste des Vereins. Denn sie verkörpert wie kaum eine andere die Städtepartnerschaft zur israelischen Partnerstadt Arad. Einst traf sie sogar dort den israelischen Minsiterpräsidenten Yitzak Rabin und hält auch heute noch persönlichen Kontakt nach Arad.

Freundschaft bedeutet - besonders in schweren Zeiten - zusammen zu halten.
Ganz Europa trauert derzeit um die erschossenen Charlie-Hepdo-Journalisten und weitere Opfer.


Klaus-Dieter Graf schrieb an seine Kollegin Ursula Marquez in Agen:
„Hasserfüllte Menschen morden sinnlos und bringen das komplette Weltgefüge ins Wanken. Wir fühlen mit Eurer Trauer und stehen Euch in diesen schweren Stunden ganz nahe zur Seite.“

Die Antwort kam promt: „Ich danke Dir von ganzem Herzen für Deine Worte. Was passiert ist, ist schrecklich. Was am Samstag und Sonntag stattgefunden hat, ist wunderbar. Statt Aktionen von Rache und Zerstörung hat die Bevölkerung gezeigt, dass sie keine Angst hat und Millionen Menschen haben das durch die friedliche Manifestation nicht nur in Frankreich gezeigt. Wundervoll, die Vertreter der verschiedenen Nationen, die da waren, unter anderem Angela Merkel und Francois Hollande. Vielen Dank an alle, die ihr Beileid gezeigt haben. Soll dieses Bild in unserer Erinnerung bleiben und dazu führen, dass eine Wendung in der Geschichte stattfindet - für ein Zusammenleben in Frieden und Verständnis.“ (Text: Caro Dai).
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.