Topp-Prunksitzung des DKV Blau-Weiss

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    Dinslaken: Aula GHZ |

Publikum und Künstler spielten perfekt zusammen

Wenn der DKV zur Blau-Weissen Prunksitzung einlädt, dann folgen viele, viele Fans zur Narrenzeit diesem Aufruf. Wenn auch verschiedene Narren von der Grippewelle erfasst worden waren. So kamen die Prinzessinnen Jenny I. vom MGV Spellen und Claudia II. von der KG Dingden ohne ihren jeweiligen „tollen“ Amtsinhaber/in. Was der tollen Feierlaune mit ihren Begleitern keinen Abbruch tat.
Nachdem Präsident Ludwig Wansing und das diesjährige Stadtprinzenpaar Jörg I. und Sonja I. die Ehrengäste, Präsidenten und Tollitäten der befreundeten Vereine aus Nah und Fern begrüßten, konnte pünktlich um 20.11 Uhr der Einmarsch aller Blau-Weissen durch die vollbesetzen Saal mit viel „Helau“ beginnen.

Schnell füllte sich die Bühne mit den Uniformierten des Vereins, um die Gäste mit dem Vereinslied – gesungen von Alicia und Debütantin Kerstin – mit Karnevalslaune zu begrüßen. Als erster Punkt des Abends durfte sich das Kinderprinzenpaar der Stadt Dinslaken, Prinz Jonah I. und Prinzessin Emely I., den Applaus für seine choreographische Darbietung verdienen. Die Kleinsten der „Fünkchen“ erorberten die Herzen der Narrenfreunde mit ihrem gekonnten Gardetanz im Nu. Dass die Blau-Weißen ein gutes Händchen bei der Programmwahl für ihre Prunksitzung haben, zeigte der Auftritt von Bauchredner Michael mit seiner frechen „Hilde“. Das süße Nilpferd im pinkfarbenen Outfit entsprang – wie soll es anders sein – einem pinkfarbenem Koffer, um dann schlüpfrig und pfiffig mal eine „große Klappe“ zu riskieren oder mit den männlichen Vertretern im Publikum zu flirten. Beides kam bei den Narren super an und erntete viele Lacher und Applaus. Und als dann auch die Stadtprinzessin Sonja I. und der Sohne des Prinzen, Lukas, dem Bauchredner in die Hände fielen, gab es dann kein Halten mehr. Auf Händedruck durften sie sich abwechselnd fröhlich vorführen lassen, denn Michael legte den beiden vieles direkt „in den Mund“. Ohne Zugabe durfte Nilpferd Hilde dann erst recht nicht von der Bühne.

Eigener Nachwuchs, erklärte Präsident und 1. Vorsitzender Christoph Brill den Gästen, steht beim DKV seit Jahren ganz oben mit auf dem Programm. Und so präsentierte sich auch die altersmäßig mittlere Garde – die „Funken“ - mit ihrem Tanz auf der Bühne und wurden von den Gästen bejubelt.
Neugierig wurde erwartet, was sich im Saal unter der Ankündigung des „?“ verbarg: Präsident Melanie Jernejovc stimmte das „Glückauf-Lied“ auf, was kräftig mit unterstützt wurde vom Publikum und von ihrer Tochter Larissa. Mit gekonnter Tanzdarbietung ergänzten Mädchen der beiden großen Garden die Sängerinnen. Das Prinzenpaar ließ es sich nicht nehmen, mit zu schunkeln und zu singen zu „Hulapalu“ und „Polka, Polka, Polka“, was das Publikum von den Plätzen holte.

Chice Fotos von Frank Barwenczik zeigen die tolle Stimmung im Saal

Buckelige Verwandtschaft, so Sitzungspräsident Ludwig Wansing, lässt man vielleicht nicht sehr oft sehr gern ins Haus. „Aber, was jetzt kommt, beschreibe ich mal so: Wenn ich wüsste, dass sie vor der Tür steht, ich würde nicht aufmachen.“ Tante Hilla kam, und sie kam gewaltig im dicken Wollmantel mit Strickmütze. Klein, aber oho, in ihrem besten Outfit, wie sie behauptete, mit ihrer Fiez über die Autobahn durch den Saal gefahren. Und sie hatte alles dabei, was sie großzügig zum Aufpassen an die Gäste des Publikums verteilte: Regenschirm, Wärmflasche, Vogelkäfig mit Piepmatz und das Wichtigste: einen spärlichen, alten Tannenbaum. Was es mit dem auf sich hatte, wurde schnell klar. Sie wollte an Weihnachten erinnern, das sie in St. Peter Ording mit ihrem Kurschatten verlebte hatte. Und nach Dinslaken war sie gekommen, weil sie gegoogelt hatte, wo der sich aufhielt: Bürgermeister Dr. Michael Heidinger. Schnell war klar, ihn beneidete niemand um diese angebliche Beziehung zu Hilla, die über viele Erlebnisse mit ihm nicht schweigen wollte. Schweigen wollte aber auch eine unterhaltsame Narrenschar nicht: „Wollt Ihr meine Gage? Warum? Weil ihr versucht, noch lauter zu sein als ich.“ Souverän griff sie dann auch gleich im Programm nach Plan B. Und was es damit auf sich hatte, blieb nicht länger ein Geheimnis. Blau-Weis(s)heits-Ritter Heidinger wurde unter Applaus von Hilla – dezent gekleidet in geblümter Bluse mit grünem Rock und Stricksocken - auf die Bühne geholt. Die erwähnten Narren ihrerseits wurden von weiteren Freunden unterstützt, um mit Tante Hillas Sister Act-Parodie dem imaginären losgelösten Klavierspiel des 1. Bürgers der Stadt die Lacher auf ihre Seite zu holen. Ein besonderer Dank an die lieben Freunde aus Eppinghoven, die alle diesen Spaß mit getragen haben. Ihr habt Eure Sache glänzend gemacht.

Die Gäste zollten dies mit einer Polonäse durch den Saal, um dann die Bühne zu bevölkern, die daraufhin fast aus allen Nähten platzte. Auch wenn es den Eindruck hatte, es war noch längst nicht das Finale.
Die Krönung der blau-weissen Garden sind beim DKV die „Sterne“. Hierhin aufgestiegen zu sein, das wünschen sich die jüngeren Tänzerinnen fast alle. Wer hier dabei ist, beherrscht den Gardetanz schon recht perfekt. Die „Sterne“ begeisterten also auch diesmal wieder ihre Fans.

Seit einigen Jahren gibt es beim DKV die „Spaßvögel“ – eine Gruppe von Müttern und Vätern des Gardenachwuchses – die sich auf die Fahne geschrieben haben, für zusätzlichen eigenen Spaß zu sorgen. In dieser Session ist das Ganze dann schon wieder ausgefeilter vorbereitet worden. Aus Gymanstikbällen, Eimern und Schlagstöcken zusammengestellt, haben sie eine Trommleraufführung der besonderen Art einstudiert, mit der sie sich große Anerkennungen sicherten. Schwung- und taktvoll, pfiffig einstudiert, konnten sie ohne eine Zugabe nicht von der Bühne.
Die Jugend nimmt einen großen Anteil beim DKV Blau-Weiss. Da darf das Jumpingteam nicht fehlen. Auch in diesem Jahr kamen die Ideen im Jumpstyle, abgestimmt mit der richtigen Musik und fröhlichen Einlagen hervorragend bei den Besuchern an. Staunend nimmt man wahr, was das an Kraft und Ausdauer kostet. So kamen bei der geforderten Zugabe Daniel vom VKV und Prinzessin Sonja in den Genuss, es auszuprobieren. Die hier zusätzlich angeheizte Stimmung forderte dann den passenden Programm-Abschluss.

Die Gäste waren schließlich in Feierlaune und noch immer begeisterungsfähig. Da ließ sich die Band „De Nüggele“ nicht lumpen, Kölsche Tön zur Narrenzeit, das war angesagt. Und sie gaben alles, was das Repertoire in dieser Hinsicht aufzubieten hatte. So füllte sich die Bühne erneut, nachdem die Tollitäten und Ehrengäste aus dem Saal der Einladung nach oben folgten. Allen voran war Bürgermeister Dr. Michael Heidinger mit von der Partie, als die Blau-Weissen in Höchststimmung mitsangen und tanzten. Nach diesem Abschluss legte DJ Werner zum Tanz auf, sodass noch bis spät in die Nacht fröhlich hinein gefeiert wurde.

Und die Fotos, die nicht von Frank sind, sind von mir.

Es war irre schön.
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