Der Zauberer von Oz

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Seit knapp einem Jahr probt die inklusive Theater-Gruppe der Gesamtschule Wulfen den „Zauberer von Oz“. Katrin Klöpfer (links) leitete das Projekt und führte ihre Schüler erfolgreich zur Aufführung. (Foto: Privat)

Wulfen. Zwei Vorstellungen des „Der Zauberer von Oz“ - und beide Vorstellungen in Wulfen und in Marl wurden zum Erfolg. „Unsere inklusive Theater-Gruppe hat für diesen Klassiker die Inszenierung von Thomas Birkmeir gewählt“, sagte Johannes Kratz, Leiter der Gesamtschule Wulfen. Der eigene Schauspielernachwuchs unter der Leitung der Darstellen und Gestalten-Lehrerin Katrin Klöpfer und dem Theaterpädagogen Michael Kallweit hat Unterhaltung von höchster Qualität geboten. Da strahlten Kinderaugen und es gab viel Beifall. Für die Rahmenorganisation zeichnete die Kulturagentin Ariane Schön verantwortlich.



Die engagierte Bühnentruppe bestand aus über 20 Schülern, drei davon kümmerten sich unermüdlich um Requisiten. Das Bühnenbild steuerte die Kunstgruppe von Katrin Block und Martin Reuer bei, beide Kunstpädagogen an der GSW. Professionelle Hilfe bekamen die Akteure bei der Maske und bei den Kostümen von Claudia Kitscha, einer Mutter, die ein eigenes Unternehmen für Kinderschminken und Facepainting hat. Gleich drei ihrer Töchter wirkten in der Theatergruppe mit. Die musikalische Begleitung leitete in bewährter Manier Annegret Hüls (Klavier). Sie wurde unterstützt von Jutta Föcker (Schlagzeug) und Jannik Föcker (E-Gitarre) sowie Torsten Gaedeke (Ukulele). Das allerorts viel gefragte künstlerische Know-how lieferte Tanja van der Schors.

„Ein wesentliches Kriterium bei der Auswahl der Teilnehmer waren die Motivation der Schüler und deren Bereitschaft, sich auf ihre Aufgabe ernsthaft einzulassen und Zeit in die Arbeit als Schauspieler zu investieren“, so Katrin Klöpfer. Die Proben fanden im ersten Halbjahr immer am Dienstag in der Zeit von 12:45 Uhr bis 14:15 Uhr statt. Im zweiten Halbjahr gab es dienstags erweiterte Proben bis maximal 16 Uhr und zusätzliche Termine an einigen Wochenenden und Brückentagen.

„Die Schüler erlernen in der Arbeit während der Proben zunächst Grundlagen darstellerischer Möglichkeiten. Sie arbeiten daran persönliche Hemmungen abzubauen, eigenen sich Techniken an, die ihnen helfen, ihre Konzentration zu steigern. Darüber hinaus trainieren sie die körperliche Flexibilität und Belastbarkeit und setzen sich mit Sprechtech­niken auseinander“, zieht Johannes Kratz positiv Bilanz. „Die Kraft dieser Aufführung steckt im Tempo, im Rhythmus und in der Lebendigkeit“ freute sich Katrin Klöpfer über die breite Zustimmung beim Publikum.

Zur Inszenierung von Thomas Birkmeir


Die phantasievolle Inszenierung von Thomas Birkmeir weicht vom Original ab. Dorothy fühlt sich von ihren Zieheltern ungeliebt und versteckt sich aus Trotz in einer Mülltonne, mit der sie ins Zauberreich katapultiert wird, wo sie einige Abenteuer zu bestehen hat, bis sie wieder nach Hause zurückkehren darf. Auf ihrem Weg zum Zauberer Oz liest sie ein rühriges Trio auf: die Vogelscheuche, die lieber Hirn statt Stroh im Kopf hätte, den quietschenden Blechmann, dem das Herz zum Lieben fehlt und den Löwen ohne Löwenmut, der immer brüllen muss. Der Wunsch nach Hirn, Herz und Mut erfüllt sich bereits am Weg ins Smaragdreich: Im Kampf gegen die böse Hexe Massakka sind die Unvollkommenen perfekt in ihrer gemeinsamen Vollkommenheit.
Endlich beim Zauberer von Oz angekommen, müssen sie feststellen, dass auch dieser von Massakka verhext wurde. Er beauftragt sie, diese zu besiegen, was ihnen auch gelingt. Zurück beim Zauberer von Oz entpuppt sich dieser als Hausmeister, der nicht zaubern kann. Zum Glück kommt die gute Hexe Drippsdrüü und verhilft Dorothy zum Rückflug in die Realität.

„Das ist ein zeitgemäßes, kindergerechtes Musical voll Witz und Fantasie, ohne Zeigefinger und doch nicht ohne Moral“, lautet das zufriedene Fazit von Johannes Kratz.
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