"Schlopi-Lauf": Schermbeck schiebt an

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Zur Karnvalszeit rollen wieder die Schubkarren durch Schermbeck. Foto: Archiv

Nur alle vier Jahre organisiert die Schermbecker Kolpingsfamilie das Schubkarren-Rennen, den „Schlopi-Lauf“. Am Karnevalssonntag, 7. Februar, werden dazu 20 Teams mit ihren selbst gebauten Karren und bei gutem Wetter mehrere tausend Zuschauer erwartet. Einige der rund 150 Teilnehmer und der Vorstand trafen sich kürzlich bei Nappenfeld zu einem letzten Vorbereitungstreffen für diesen Karnevalszug der besonderen Art.

Zum 17 Mal organisiert die Kolpingsfamilie die Gaudi, das erste Rennen gab es 1924. Der Verlauf der Strecke sei immer gleich geblieben, sagte Vorsitzende Christa Hülsdünker. Der Rundkurs führt über Abschnitte von Schloß- und Erler Straße, über die Brunnenstraße sowie an der St. Ludgeruskirche vorbei.
„Die Vorbereitungen haben vor einem Dreiviertel-Jahr begonnen“, erklärte Guido Hessbrüggen vom Organisationsteam. Pünktlich um 14.01 Uhr soll die erste Karre am Karnevalssonntag starten. Zuvor treffen sich die Teilnehmer ab 12.30 Uhr auf dem Parkplatz der Gesamtschule, um sich dort in der Reihenfolge der Startnummern aufzustellen. Denn vor dem Rennen gibt es eine weitere Tradition: Das närrische Volk besucht die Bewohner des Marienheims („sie freuen sich sehr darauf“), um sich danach mit einem kurzen Umzug an den Startort auf der Schloßstraße zu begeben.

Drei Wettbewerbe haben die Teams zu bestehen: Die Schnelligkeits- und die Hindernisrunde sowie den Kontest um die schönste Karre und die am besten kostümierte Gruppe. Als Jury hat die Kolpingsfamilie drei amtierende Schützenköniginnen gewonnen, erklärte Hülsdünker. Diese Aufgabe übernehmen Ute Halbsguth (Kiliangilde Schermbeck), Nadine Fasselt (Kiliangilde Altschermbeck) und Johanna Schulze von den Fähnchenschützen aus Buschhausen. Als Preise sind unter anderem ein Fass Bier und ein Grillabend an der Begegnungsstätte Widau versprochen. Ob Schlümpfe, Saufköppe, die beiden teilnehmenden Kegelclubs, die Feuerwehr und der MGV Eintracht: Die Zuschauer dürfen gespannt sein, welche oft örtliche Themen sich die Gruppen für ihre Karren ausgesucht und wie sie sie umgesetzt haben. Zudem soll jede Gruppe ein eigenes Motto präsentieren.

„Das klappt immer gut“, blicken die Organisatoren zuversichtlich auf das Spektakel voraus, das wieder Engelbert Bikowski moderieren wird. Neben den 150 Teilnehmern des Rennens werden bis zu 300 Helfer der Kolpingsfamilie im Einsatz sein. Sie werden unter anderem Getränke ausschenken, für die Sicherheit an der Strecke und für einen möglichst problemlosen Ablauf sorgen. Da es keinen Eintritt für den Spaß gibt, muss die Kolpingsfamilie ihre Kosten durch den Getränkeverkauf decken. Daher Hessbrüggens dringender Appell: Die Teams sollen „keine eigenen Versorgungspunkte“ aufbauen. Denn: „Das ist keine Veranstaltung, die nichts kostet.“ Hülsdünker ergänzt: „Es ist ein großer Aufwand.“

Erstmals wird es während des Rennens im Zelt auf dem Parkplatz an der Schloßstraße Kaffee und Kuchen geben. Die Blaskapelle Einklang wird Musik machen, für die abendliche Party im Zelt ist ein DJ verpflichtet. Aber um 22 Uhr müssen die Narren auf dem Parkplatz Feierabend machen, doch danach wird es in den Kneipen im Dorf sicher noch weitergehen.

Text: Andreas Rentel
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