Sommernachtstraum in der GSW

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Dank seiner Probenarbeit und der schauspielerischen Leistung der Darsteller wurde „Ein Sommernachtstraum“ zu einer vergnüglichem Veranstaltung für die Zuschauer. Sie dankten es mit großem Applaus. (Foto: Privat)
 
Marie Meineke und Adrian Krause in ihrer Doppelrolle als Puck. (Foto: Privat)

Schüler des 12. Jahrgangs der Gesamtschule Wulfen führen zum 400. Todestag des berühmten englischen Dramatikers, Lyrikers und Schauspielers William Shakespeare den Klassiker „Ein Sommernachtstraum“ auf.



Ganz so schwer hatten es sich die Schüler der Jahrgangsstufe 12 doch nicht vorgestellt, als sie sich im Literaturkurs für den „Sommernachtstraum“ entschieden. „Aber im Jahr des 400. Todestages des berühmten englischen Dramatikers, Lyrikers und Schauspielers (gestorben am 3. Mai 1616) hätten die Jugendlichen kaum eine bessere Wahl treffen können“, meinte Fachlehrerin Ute Schönemann begeistert. Über zwei Stunden lang fesselten die Schüler mit diesem Klassiker ihr Publikum. Gestik und Mimik brachten die Zuschauer immer wieder zum Lachen und zu Szenenapplaus. „Den jungen Darstellern gelang es in jeder Phase des Geschehens, die doch etwas verzwickte Geschichte dieser Komödie klar herüberzubringen. Shakespeare hätte seine wahre Freude daran gehabt“, freute sich Schulleiter Johannes Kratz. An zwei aufeinander folgenden Tagen führten die Schüler im Forum das Märchenspiel auch für Erwachsene öffentlich auf.

Die Herausforderung für die Schüler bestand auch darin, behutsam abzuwägen, wie modern der Klassiker auf die Bühne gebracht werden kann, ohne seinen Ursprung bis zur Unkenntlichkeit zu verreißen. Ein Team von Schülern entwarf das Bühnenbild, daneben gab es eine professionelle Maske und Kostümauswahl, den technischen Support und eine Souffleuse – allesamt aus dem 12. Jahrgang. Überzeugend waren Marie Meineke und Adrian Krause in ihrer Doppelrolle als Puck, die in ihrer Situationskomik immer wieder Beifall erhielten und durch besonders lange Textpassagen beeindruckten. Die beiden Liebespaare, Hermia und Lysander (Sophie Ait Jeddi und Kevin Schneuer) sowie Helena und Demetrius (Lea Greiling und Julia Melchert), wurden überzeugend dargestellt, wie auch Titania und Oberon von Lea Amerkamp und Leonard Wiethoff. Die Elfen (Clara Buddenbrock, Valentina Erbes, Jacqueline Fahndrich, Marina Heintzmann, Mandy Hinzmann, Marlina Saenger und Larissa Schönrock) konnten durch Unbefangenheit und Fröhlichkeit gefallen.

Diese Schulaufführung zeigte schon ein besonderes Niveau. Deutlich konnte der Zuschauer auch die von der Regie (Assistenz: Belana Bonberg) eingeübten szenischen Bereicherungen, wie etwa das Schreiten über die Bühne fast im Schwebezustand, erkennen. Hier zeigte sich die professionelle Anleitung durch die Lehrerin Ute Schönemann, die auch für die Gesamtkonzeption des Stückes verantwortlich war. Unterstützt wurde sie dabei von Kollegin Ortrun Peters, die mit ihrem Grundkurs eine exzellente musikalische Unterstützung bot. „Die Musik von Händel haben unsere Schüler arrangiert und zum Teil selbst komponiert“, so die Musikpädagogin. Das Publikum war auf jeden Fall begeistert und bedankte sich mit viel Beifall.

Zum Stück


Das um 1600 uraufgeführte Stück ist eines der meistgespielten von William Shakespeare. In einem Wald nahe Athens treffen zwei Liebespaare aufeinander: Helena, die den Demetrius, Demetrius, der die Hermia, Hermia, die den Lysander, Lysander, der die Helena liebt. Der Feenkönig Oberon nimmt sich der Liebenden an und lässt seinen Diener Puck einen Zaubertrank überbringen. In den Wald gesellt sich auch der Handwerker Zettel, der nun von Oberon benutzt wird, um seiner Ex-Frau Titania einen Streich zu spielen. Er lässt ihr den Liebeszaubertrank in die Augen tröpfeln, was dazu führt, dass sie den mit einem Eselskopf versehenen Zettel für einen Liebesgott hält.
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 16.06.2016 | 16:44  
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