Soziales Projekt: Flüchtlinge dürfen ihre Geschichte erzählen

Anzeige
Gemeinsame Ideenentwicklung. Foto: Borgwardt

Das Erzähl-und Schreibprojekt „Hinter der Lippe“ soll Flüchtlinge ermutigen zu erzählen und diese am Leben der Stadt teilhaben lassen.

Dorsten, die Stadt an zwei Wassern soll verbinden. „Erzählt eure Geschichten über euren Fluss des Leben und eure Reise nach Dorsten.“ Das ist der Appell welchen die Projektleiterin Hella Sinnhuber gemeinsam mit Hanne Sucke und Alfred Zavodnik von dem Verein Sozialwirtschaftliche Projekte Organisieren (SPO) vor allem an junge Flüchtlinge heraus trägt.

Die Flüchtlingsproblematik konfrontiert nun auch Dorsten seit den letzten Wochen zunehmend mehr. Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, weil dort Verfolgung, Misshandlung, Folterung oder gar Tod droht, werden nicht gleich immer eine positive Aufnahme signalisiert . Dennoch sollen diese Menschen nicht allein gelassen werden. Ein Erzähl - und Schreibprojekt welches dem entgegen wirken soll ist im Juli gestartet und soll bis Januar 2016 anhalten.

Die Idee ist Flüchtlinge zu ermutigen zu erzählen , sowie diese teilhaben zu lassen an dem Leben der Stadt. Eine Brücke zu schlagen zwischen der alten und neuen Heimat, zwischen den Generationen, zwischen Vergangenheit und Zukunft. Geschichten welche von traditionellen Wasserritualen einer anderen Kultur erzählen oder dem Überwinden einer Angst durch dem Fluss, die Lippe. Im Rahmen des LippePolderParkes wurde auch dafür eine Plattform geschaffen um diese Geschichten vorzutragen.

In welcher Form ist hierbei vorerst egal. Den vor allem jungen Menschen stehen Möglichkeiten offen wie Rap, das Malen, ein Video oder andere kreative Ideen. Es soll ein Selbstausdruck sein für den das Projekt „Hinter der Lippe“ Platz bietet. Dieses Projekt wird durch die Robert-Bosch-Stiftung gefördert, welche in den kommenden 6 Monaten 7000 Euro zur Verfügung stellt. Aber auch ohne die Volksbank Dorsten wäre das Projekt nicht realisierbar gewesen. Eingeladen sind alle interessierten Menschen - mit und ohne Migrationshintergrund - teilzunehmen, um am Fluss in einen (Gesprächs-)Fluss zu kommen.

Beteiligt sind unter anderem auch der Verein für Bergbau-Industrie und Sozialgeschichte. Mitglied Gerhard Schute sieht eine Möglichkeit gerade über die Eltern Kontakt zur Jugend zu bekommen und die Chance das es ein spannendes Projekt werden kann. Auch Rolf Wagner, Integrationslotse, ist gespannt auf neue Geschichten von groß und klein.

Einen ersten Eindruck von dem Projekt kann man am 16. August von 14-16 Uhr im LippePolderPark gewinnen. Dort findet die „Tafel der Kulturen“ statt an dem die ersten sechs Geschichten mit den Besuchern geteilt werden. Die Tafel ist kostenlos und lädt ein Speisen (und Geschichten) mitzubringen und zu teilen. Ein weiterer Termin ist der 25. August im Stadtteilbüro Hervest, wo von 15 bis 17 Uhr eine „Erzählwerkstatt“ statt
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.