Zu blöd für die Mausefalle

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Zu blöd für die Mausefalle

Das Theaterstück, eine Weihnachtsgeschichte, ist zu Ende. Die kleine Maus sitzt wieder in ihrer eigenen Kleidung im Auto auf dem Nachhauseweg. Eine der rührenden Szenen mit dieser Maus trage ich noch in den späten Abend hinein. Am PC sitzend höre ich plötzlich Geräusche auf dem Dachboden. Oder sind sie beim Nachbarn? Pssst, lauschen! Nein, es kommt von oben. Versuchen gerade Einbrecher über das Dach ins Haus zu kommen? Mäuse können es nicht sein, denn die hörten sich bisher immer anders an. Ich lausche noch einmal, dann hole ich zur Sicherheit meinen Mann aus seinem Fernsehsessel. Das Geräusch kommt uns jetzt häufiger zu Gehör. Paul erschrickt. Er denkt gleich an Waschbären, die so langsam überall in Deutschland zu einer lästigen Plage werden. Was tun? Er schnappt eine Taschenlampe, zieht die Leiter zum Dachboden heraus und macht sich langsam nach oben. Husch, schnell ein Blick unter die Abdeckung und was erspäht er? Eine Maus! „Das gibt es doch nicht!“, ruft er die Leiter hinunter. „Die hängt mit einem Bein in der Falle und versucht da wieder raus zukommen, dabei schlägt sie an einen Karton. Hm, wie kriege ich die jetzt da raus?“ Er sieht mich fragende an. „Am besten, du packst sie mit der Falle in eine Plastiktüte und trägst sie nach draußen. Da kannst du sie laufen lassen.“ Die Vorstellung, die Maus zu töten, will ich nicht zulassen - Ich habe noch immer das hübsche Bühnenbild im Kopf - . Warum auch? „So kann sie uns nicht entwischen und draußen kann sie sich neu orientieren!" Gesagt getan. Und husch, sie ist schneller weg als wir gucken können. Doch ein Gedanke bleibt in mir haften: Zu blöd für die Mausefalle!
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Annerose Bilzer (Scheidig) aus Dorsten | 17.12.2015 | 17:40  
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