Baum- und Rechtsstreit zwischen Rentner und Stadt Dorsten geht vor Gericht

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Drei viel zu groß gewordene Bäume sorgen derzeit in Dorsten Barkenberg für viel Unmut bei Horst Meysel, ein 87-jähriger Rentner und Eigenheim Besitzer vom Gecksbach. Fotos: Bludau

Dorsten. Drei viel zu groß gewordene Bäume sorgen derzeit in Dorsten Barkenberg für viel Unmut bei Horst Meysel, ein 87-jähriger Rentner und Eigenheim Besitzer vom Gecksbach. So wie er berichtet, hat er sich schon mehrfach mündlich und auch schriftlich an die Stadt Dorsten gewandt, mit der Bitte zumindest einen Baum, der mittlerweile auch auf sein Grundstück reicht, zu beschneiden. Doch dieses Anliegen eskalierte mittlerweile so weit, dass es nun zu einem ausgewachsenen Rechtsstreit gekommen ist.

„Diese Fläche vor unserem Haus war einst als Spielplatz für Kinder gedacht.
Doch nun stehen hier drei viel zu groß gewordene Linden, die viel Schatten und vor allem viel Dreck machen.“, berichtet der rüstige Rentnern Horst Meysel. Und weiter: „Hinzu kommt, dass die Wurzeln des Baumes die Gehwegsplatten hochdrücken und ich sogar deshalb schon gestützt bin und mich schwer verletzt habe. Die Fläche unter den Bäumen ist mittlerweile zum Hundeklo verkommen und wird von der Stadt nur ganz selten gereinigt. Kinder können hier nicht mehr spielen. Die Linden wurden bisher noch nie beschnitten. Des Weiteren sorgt der Baum für sehr viel Laub im Herbst und im Frühjahr und Sommer sondert er eine Flüssigkeit ab, die unsere Gehwegsplatten im Hauseingang rutschig machen.

Da die Stadt Dorsten, aber trotz seiner Aufforderungen nicht tätig wurde, legte Horst Meysel kurzer Hand selbst Hand an

Da die Stadt Dorsten, aber trotz seiner Aufforderungen nicht tätig wurde, legte Horst Meysel kurzer Hand selbst Hand an. Mit Unkrautvernichtungsmitteln besprühte er eine, der drei Linden. Die Stadt will aus diesem Grund jetzt Schadensersatz einklagen. Deshalb gibt es nun einen Rechtsstreit. Deutlich sichtbar ist, dass einige Zweige der Linde, die in Richtung Haus zeigen, aktuell nur noch wenig Laub tragen. Die Stadt Dorsten fordert 1.000 Euro Schadenersatz.
Am Mittwoch gab es ein Gütertermin beim Amtsgericht Dorsten. Zivilrichterin Bianca Bookjans konnte aber zwischen der Klägerin (Stadt Dorsten) und dem beklagten Rentner nicht schlichten. Die Verhandlung blieb ergebnislos. Nun soll ein Baumgutachter bei einem Ortstermin feststellen, welchen Schaden der Baum durch den Chemieeinsatz wirklich erlitten hat.
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Frank Niggemann aus Dorsten | 28.07.2017 | 11:35  
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