Kriegsgräberpflege im Tal der Somme

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„Ich spreche Ihnen den Dank im Namen der Bürgerinnen und Bürger der Garnisonsstadt Dorsten für Ihren vorbildlichen Friedensdienst aus. Mit Ihrem Dienst sind Sie ein guter Botschafter für die Städte, den Kreis und das Land.“ - Bürgermeister Stockhoff über die ehrenamtliche Arbeit des Teams. (Foto: Privat)

Aus einem rund vierzehntägigen Arbeitseinsatz auf der deutschen Kriegsgräberstätte im nordfranzösischen Bourdon sind zehn Reservisten der Bundeswehr der Kreisgruppe Recklinghausen/Gelsenkirchen/Bottrop zurückgekehrt und wurden im Munitionsversorgungszentrum West (Muna) in Wulfen von Bürgermeister Tobias Stockhoff empfangen.



Tobias Stockhoff würdigte die ehrenamtliche Arbeit des Teams unter der Leitung von Oberst der Reserve Jens Gerstenkorn: „Ich spreche Ihnen den Dank im Namen der Bürgerinnen und Bürger der Garnisonsstadt Dorsten für Ihren vorbildlichen Friedensdienst aus. Mit Ihrem Dienst sind Sie ein guter Botschafter für die Städte, den Kreis und das Land.“
Auch der Wulfener Männergesangsverein „Liederkranz“ dankte den Reservisten nach einer Führung durch die Liegenschaft unter der Leitung von Muna-Kommandant Oberstleutnant David Helm spontan mit einem Ständchen.

Zum Einsatz


Auf dem, im wunderschönen und geschichtsträchtigen Tal der Somme (auf einer Anhöhe über dem Dorf Bourdon) gelegenen, Friedhof, der von 1962 bis 1967 angelegt wurde, sind über 22.000 im Zweiten Weltkrieg gefallene deutsche Soldaten bestattet. Endlose Kreuzreihen im sanft zur Somme abfallenden Friedhofsgelände, das von einer Natursteinmauer umgeben wird, lassen den Betrachter innehalten. Zentral darin gelegen, steht ein runder Turm, in dem die Skulptur einer trauernden Mutter an die Sinnlosigkeit aller Kriege gemahnt.
„Ein würdevoller, aber auch nachdenklich machender Friedhof.“, beschreibt ihn Jens Gerstenkorn.

Im Auftrag des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) führte die Arbeitsgruppe verschiedene Pflegearbeiten durch. Eine rund 1000 Meter lange Mauer musste gesäubert werden und diverse Pflaster-, Maler- und Reparaturarbeiten waren zu bewältigen. Trotz zeitweise heftigen Regens konnten alle Arbeiten wie geplant erledigt werden.

Mit einer ergreifenden Totenehrung – begleitet von einer einsamen Trompete mit dem Lied „Ich hatt’ einen Kameraden“ – wurde der Einsatz abgeschlossen und anschließend die rund 550 Kilometer lange Heimreise angetreten.

Jens Gerstenkorn zum ehrenamtlichen Engagement seines Teams: „Wie schon in den Jahren zuvor wurde Arbeit für den Frieden zur Versöhnung über den Gräbern geleistet.“

-Armin Dille
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