Lille Deppermann: Die letzten Wochen vor dem Freiwilligendienst in Botosani

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Lille Deppermann bereitet sich auf ihren Freiwilligendienst vor, (Foto: Privat)
 
Lille Deppermann (5. v. links) beim Vorbereitungsseminar vom DRK Hessen in Wiesbaden. (Foto: Privat)

Holsterhausen. Es ist Zeit für ein Update! Vor einigen Wochen stellten wir Ihnen Elisabeth Deppermann vor, genannt Lille. Sie hat sich bereit erklärt, ein Jahr lang einen bundespolitischen Freiwilligendienst in Botosani (Rumänien) zu machen. Da das Deutsche Rote Kreuz als Träger für dieses Projekt nicht alle Kosten übernimmt, suchte sie auch Sponsoren, um ihr Jahr zu finanzieren.

Wir vom Stadtspiegel haben nachgefragt, ob es Reaktionen auf unseren Artikel gab. So stellte sich heraus, dass sie von vielen Leuten auf ihr Engagement angesprochen wurde, sei es beim Einkaufen, beim Gemeindefest oder auch auf der Bierbörse. Auch auf Facebook wurde unter unserem Artikel ein schöner Kommentar gepostet: „Als die Familie klein war, wohnte sie in Rhade, der Vater war Pfarrer, sie hatte damals schon einen starken Willen, wünsche ihr alles Gute.“ Alle Kommentare hatten etwas gemeinsam: Ihr schlug jedes Mal ein sehr positives Feedback entgegen. Lille: „Das ist echt schön und bestärkt mich total. So bekomme ich das Gefühl, dass es eine gute Entscheidung ist und animiert mich erst recht dazu mich anzustrengen und zu bemühen, dort wirklich etwas zu erreichen.“ Aber was ist mit der benötigten finanziellen Unterstützung, hatte sich dazu auch jemand gemeldet? „Es haben sich auch konkret einige dazu bereit erklärt, mich/das Projekt finanziell zu unterstützen, worüber ich mich wirklich freue.“

Anfang der Ferien hatte Lille für zehn Tage ein Vorbereitungsseminar in Wiesbaden mit anderen Freiwilligen vom DRK Hessen (Foto). Einen riesigen Koffer hat sie auch schon gekauft und ist noch mit ihrer Familie in den Urlaub gefahren. Jetzt versucht sie, die letzten Wochen noch so viel Rumänisch wie es geht zu lernen und Zeit mit den Menschen zu verbringen, die sie am meisten vermissen wird. „Dann muss ich bald anfangen, meinen Koffer zu packen und ich denke, ab da werde ich dann auch ganz schön aufgeregt sein.“

Lille wird in Botosani ein Projekt für benachteiligte Kinder unterstützen. Die Kinder aus den Ghettos kommen in die Tageseinrichtung, in der sie arbeiten wird, zum Essen, Hausaufgaben machen, lernen, spielen und basteln. Als ich sie frage, was ihre Erwartungen an das Jahr sind, antwortet sie: „Am meisten wünsche ich mir für meine Reise, allen Aufgaben, die auf mich zukommen, gewachsen zu sein und gerecht zu werden, damit ich auch wirklich eine Hilfe für das Projekt bin. Ich hoffe, dass ich einen guten Draht zu den Kindern und auch generell zu den Menschen in Rumänien aufbauen kann, nicht all zu lange brauche, um die Sprache zu beherrschen und vielleicht auch, den Rest Rumäniens (also nicht nur Botosani) zu sehen und kennen zu lernen.“ Und weiter: „Toll wäre auch, wenn ich mich mit Hilfe des Freiwilligendienstes endlich entscheiden kann, was ich studieren bzw. später beruflich machen möchte.“

Ein bisschen Angst hat sie natürlich auch. Vor allem vor dem Abschied. Ein Jahr alles hinter sich zu lassen und etwas völlig Neues zu beginnen, ist verständlicherweise auch nicht einfach. Angst vor Heimweh, Angst, mit der Sprache und der Einsatzstelle nicht zurecht zu kommen, hat sie auch. „Aber ich probiere, so gut es geht, mich nicht verrückt zu machen.“ Eine gute Einstellung. Lille, Du wirst das schon machen! Wir drücken die Daumen für einen gelungenen Start und werden Lilles Weg weiter verfolgen. Wir sind gespannt, was wir demnächst von der jungen Dorstenerin aus Botosani erfahren ... (LT)
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