Shalom – Eine-Welt-Laden und Café wird 20 Jahre alt

Wann? 12.06.2016 09:30 Uhr

Wo? Shalom, Antoniusstraße 62, 46284 Dorsten DE
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Turmcafé und Laden bis 2013. Die Wandmalerei im Hintergrund wurde von der Künstlerin Gisela Paul gestaltet. (Foto: Privat)
 
Laden und Café „Shalom“ im Dechant-Eing-Haus zusammen mit der Kath. Bücherei seit 2013 (Foto: Privat)
Dorsten: Shalom |

Holsterhausen. Der Eine-Welt-Kreis der Pfarrgemeinde St. Antonius begeht in diesen Tagen sein 20-jähriges Bestehen. Am Sonntag, 12. Juni, wird nun gefeiert. Um 9.30 Uhr beginnt der Festgottesdienst und anschließend wird zum Empfang in die Räumlichkeiten des „Shalom“ eingeladen.



Seit 1996 arbeiten die Mitglieder dieser Gruppe daran, durch den Verkauf fair gehandelter Produkte Projekte und Initiativen in Ländern der sogenannten „Dritten Welt“ zu unterstützen.
Zunächst befand sich der Laden und das Café „Shalom“ im Turm der Antoniuskirche. Im Oktober 2013 zog man um in die neu gestalteten Räumlichkeiten im Dechant-Eing-Haus, Antoniusstraße 62. Hier teilt man sich die Räumlichkeiten mit der Kath. Bücherei und ergänzt sich getreu dem gemeinsamen Motto:

Fair-Kaufen und Ver-Leihen.


Kunstgewerbe, Spielwaren, Schmuck, Karten, religiöse Artikel, aber vor allem Lebensmittel aus Ländern wie Chile, Nicaragua, Brasilien, Indien oder Südafrika findet man in den Regalen des Ladens. Jeden Sonntag finden hier in gemütlicher Atmosphäre bei einer Tasse Kaffee Begegnungen und Gespräche statt.

Die Mitarbeiter des Kreises informieren jeden Interessierten gern über ihre Arbeit und ihr Anliegen. Fairer Handel ist der Handel mit Produkten aus Ländern der „Dritten Welt“ zu Preisen, die üblicherweise über dem Weltmarktpreis liegen. Durch festgelegte Mindestpreise und durch gerechte und unmittelbare Handelsstrukturen sollen die Lebensbedingungen der Menschen in diesen Ländern verbessert werden. Langfristig zielt fairer Handel auf den Abbau ungerechter Weltwirtschaftsstrukturen.
Die Zahlung eines fairen Preises ermöglicht Handwerkern und Kleinbauern ein existenzsicherndes und verlässliches Einkommen. Fairer Handel ist eine Strategie zur Linderung von Armut; er hilft, ausbeuterische Kinderarbeit zu vermeiden und unterstützt zugleich Bildungs- und Gesundheitsprogramme.

Vor diesem Hintergrund zahlen viele Kunden des Eine-Welt-Ladens gern etwas mehr. In den letzten 20 Jahren wurden dank einer breiten Unterstützung der Gemeinde und der Mithilfe der Nachbargemeinde St. Bonifatius unzählige fair gehandelte Waren verkauft.

Die Verteilung der Überschüsse wurde nach dem Grundsatz „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“, dem sich die Gruppe verpflichtet fühlt, vorgenommen. In den 20 Jahren konnten so verschiedene Projekte rund um den Globus unterstützt werden. Ab dem Jahr 2015 werden Projekte in Indien mitgetragen, die der Orden des in der Gemeinde tätigen Kaplans Kurian durchführt.

Das Bewusstsein für den fairen Handel wächst zunehmend. Der Umsatz des fairen Handels steigt jedes Jahr. Man interessiert sich immer mehr dafür: Wer hat die Produkte unseres Alltags unter welchen Bedingungen produziert? Fast wöchentlich gibt es Info-Beiträge in den Medien zu diesem Thema.

Die Eine-Welt-Gruppe lädt alle Interessierten ein diesen Weg mitzugehen, ob als Kunde, Unterstützer oder auch gerne als neuer Mitarbeiter.

Der Eine-Welt-Laden ist geöffnet jeden Sonntag von 10 Uhr bis 12.30 Uhr.
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