Thermografie und Energieberatung fürs Eigenheim

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Thermografie-Aktion in der Beratungsstelle Dorsten. V.l.n.r.: Gerhard W. Brinkmann (Honorar-Energieberater der Verbraucherzentrale NRW e.V.), Anna-Lena Kirchenbauer (Aktionsbetreuerin der Verbraucherzentrale NRW e.V.), Omar Othaman und Dura Dafer (Besucher am Aktionsstand) (Foto: Karin Paryjas)
Dorsten: Verbraucherzentrale |

Dorsten. Mit ihrer eigenen Körperwärme und Schablonen haben Besucher am Aktionsstand der Verbraucherzentrale NRW am Montag, 6. Februar, in der Beratungsstelle Dorsten der Verbraucherzentrale NRW eindrucksvolle Bilder gestaltet.

Zum Einsatz kam dabei eine kleine Infrarotkamera, die warme Oberflächen knallrot abbildet. Sie setzte zum Beispiel Herzenswärme mit einer Herzschablone effektvoll in Szene. Hintergrund ist die aktuelle Thermografie-Aktion im Winterpaket der Verbraucherzentrale NRW. Darin hilft die Technik – in aufwändigerer Ausführung bei der Suche nach energetischen Schwachstellen von Eigenheimen.

„Wärmebilder haben für uns eine ähnliche Funktion wie Röntgenbilder in der Medizin“, erklärt Energieberater Gerhard W. Brinkmann. „Sie zeigen uns etwas, das dem bloßen Auge verborgen bleibt, nämlich die Temperaturen von Oberflächen.“ Eine weitere Gemeinsamkeit: Ohne das passende Know-how sind weder Röntgen- noch Wärmebilder zuverlässig zu deuten. Fachleute hingegen stellen mit ihrer Hilfe wichtige Diagnosen zu Knochenbrüchen oder Wärmebrücken. Auf Basis des Befunds entsteht schließlich ein individueller Therapieplan. „Für das Eigenheim stellen wir einen Sanierungsfahrplan auf, der die Wünsche und finanziellen Möglichkeiten des Haushalts einbezieht“, sagt Gerhard W. Brinkmann.

Damit die Bilder als Beratungsgrundlage pünktlich vorliegen, macht zunächst eine Thermografin oder ein Thermograf in einer kalten Nacht Außenaufnahmen des Gebäudes. Die Bewohnerinnen und Bewohner bekommen davon in der Regel gar nichts mit. Sind die Bilder fertig, folgt ein ausführlicher, 90-minütiger Vor-Ort-Termin zur Energieberatung.

„Ich schaue mir die Wärmebilder vorher in Ruhe an und kann erste Schwachstellen so schon erkennen“, erklärt Herr Brinkmann. Zusammen mit seinen Eindrücken vor Ort bilden die Thermografien eine solide Grundlage für individuelle Modernisierungstipps. Gleichzeitig machen die Bilder die Probleme anschaulich. „Es hilft vielen, wenn sie mit eigenen Augen sehen, wie zum Beispiel ihr ungedämmter Rolladenkasten auf dem Wärmebild knallrot leuchtet“, berichtet der Experte. „Das Thema Energieverluste wirkt dann weniger abstrakt.“

Die Thermografie-Aktion findet im Rahmen des Projekts „Energiewende” der Verbraucherzentrale NRW statt und wird von der Europäischen Union sowie dem Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Der Gesamtpreis liegt bei 190 Euro. Mehr Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter verbraucherzentrale.nrw/thermoaktion oder Tel.: 0211 / 33 996 555.
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