Beringung des Dorstener Storchennachwuchses begeisterte Zuschauer

Anzeige
Ornithologe Michael Jöbges, Niels Ribbrock von der Biologischen Station und Storchenpate Horst Papenfuß zeigen die vorgesehenen Ringe in die Kamera. Mit dabei sind Inga (5 Jahre) und Tessa (7 Jahre) Ribbrock. (Foto: Bludau)
 
Der Tross zieht zum Nest im Hervester Bruch. (Foto: Bludau)

Rhade/Hervest. Ein gutes Storchenjahr nimmt in Dorsten seinen Lauf. Der diesjährige Nachwuchs wird so langsam groß und bevor die Jungstörche Mitte/Ende Juni flügge werden, wurden ihnen Ringe angelegt.

Dutzende Schaulustige kamen in das Naturschutzgebiet am Brauckweg, um aus der Ferne mitzuerleben, wie Ornithologe Michael Jöbges die drei Mitte April geschlüpften Jungstörche im Hervester Bruch oberhalb des Kniegelenkes beringte. „In Hervest gab es nun bereits zum zwölften Mal eine Beringung der Jungstörche. Zwar brüten „Werner & Luise“ bereits im dreizehnten Jahr, doch der Start 2005 missglückte, da die Jungstörche damals vor der Beringung durch nass-kalte Witterung verstarben. Die Jungstörche machen einen aktiven und gesunden Eindruck. Die Altvögel hatten beim günstigen Witterungsverlauf bislang keine Probleme, die Brut zu versorgen“, wusste Niels Ribbrock von der Biologischen Station zu berichten.

Dank des raupenbetriebenen Hubsteigers, der wie jedes Jahr kostenlos von der Firma Baumdienst Enbergs aus Bottrop-Kirchhellen kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, ging alles ganz schnell. Die Jungvögel tragen nun die Ringnummern DEW7T320 bis 322.

Nur kurze Zeit später kamen die Altvögel zurück und besetzten wieder ihr Nest. Nach guter Tradition wurden während der Beringung auch die Namen der Jungstörche vom Hervester Heimatverein verkündet: Eva, Horst und Bernd. Namenspaten sind Eva Schulte Tendrich vom Heimatverein Dorf Hervest, Horst Papenfuß vom NABU und dem Heimatverein und Bernd von Bülow als Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender der Biologischen Station Lembeck. Horst Papenfuß war stolz auf die besondere die Auszeichnung. „Das Naturschutzgebiet mit dem Storchennest im Hervester Bruch ist so etwas wie mein Lebenswerk geworden", freute sich der Storchpate, der bei der Beringung dabei war.

Danach ging es für Niels Ribbrock von der Biologischen Station und Ornithologe Michael Jöbges als Mitglied der AG Weißstorch NRW weiter nach Rhade. Am Storchennest in den Rhader Wiesen warteten zwar weit weniger Menschen auf die Beringungsaktion, aber beobachtet wurde das Schauspiel auch hier. Bei strahlendem Sonnenschein hatte der Rhader Heimatverein auch hier für einen Transport zum Horst gesorgt. Mit dem Teleskoplader der Firma Meis aus Reken wurde die Fahrt an das Nest problemlos gemeistert. „Das Brutpaar im Naturschutzgebiet Rhader Wiesen hat ebenfalls wieder erfolgreich gebrütet. Wie in den Vorjahren brütet neben einem unberingten männlichen Storch ein mit dem Ring DEW 7X346 gekennzeichnetes Weibchen, das 2010 in Lübbecke groß geworden ist. Dieses Jahr tummeln sich auch hier drei Jungstörche im Nest. Sie sind seit Beginn der Bruten 2011 Nachwuchs Nummer 13, 14 und 15“, sagte Niels Ribbrock.

Mit dabei war auch Heinz Kayser vom Rhader Heimatverein. „In diesem Jahr haben wir vom Rhader Heimatverein für die Jungstörche die Namen Christian, Simone und Regina ausgesucht“, berichtet Kayser. Und weiter:
„Taufpaten sind das Ehepaar Simone und Christian Risthaus vom Vorstand des Heimatvereins und Regina Sichmann als Pressewartin des Vereins.“ Der Rhader Nachwuchs bekam die Ringnummern DEW7T323 bis 325.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.