Frühlingsfest für Dorsten Fundtiere

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Dorsten: Tierheim |

Im Hervester Tierheim sind die Pläne für den Umbau fertig. Reichlich Besucher nutzten das Frühlingsfest, um sich zu informieren.

Text: Jo Gernoth
Fotos: Bludau

Das Tierheim am Ellerbruch ist ein Beweis dafür, was Engagement und Herzblut auch in Zeiten des knappen Geldes bewirken können. Aus dem einstigen Asyl für Fundtiere, dem kein guter Ruf voraus eilte, ist ein beliebtes Ausflugsziel geworden, in dem Tiere eine würdige Heimat finden. Bester Beweis für diese Theorie sind die Feste, die dort im Hervester Tierheim mit der Bevölkerung gefeiert werden.

Auch in diesem Jahr war das Frühlingsfest wieder ein Publikumsmagnet, der die Konkurrenz des großen Tiermarktes in Lembeck nicht fürchten musste. Schon Kult ist der Trödelmarkt, den die Hervester Tierschützer unter der Regie von Heike Unkel regelmäßig auf den Weg bringen. Manches Schnäppchen wurde hier wieder gemacht. Leckereien vom Grill, Kaffee und Kuchen: In manchem Hervester Haushalt blieb die Küche kalt, weil es am Tierheim immer richtig gut schmeckt. „Wir haben den Gästen nun unsere endgültigen Baupläne zeigen können. Es geht voran und der Bauantrag ist gestellt. Wenn alles nach unseren Vorstellungen läuft, dann fangen wir im Juli an und hoffen, im Dezember einziehen zu können“, sagte Heike Unkel, die der Motor des neuen Tierheims ist.

Erstaunlich, wie in den schlichten Gebäuden für die Katzen und Hunde der Betrieb aufrecht erhalten werden kann. Es tut Not, dass jetzt Neubauten auf den Weg gebracht wurden. „Es ist natürlich ein gewaltiges Ding, das wir da stemmen müssen. Der Umbau wird um die 560 000 Euro kosten. 400 000 Euro kommen von der Stadt, denn die Unterbringung von Fundtieren gehört zu den kommunalen Pflichtaufgaben der Stadt“, so Unkel, die jeden Euro, der das Projekt unterstützt, willkommen heißt. Der guten Laune tat das an diesem Tag mit strahlendem Sonnenschein keinen Abbruch. Als Katzen geschminkte Kinder, glückliche Eltern und zufrieden Tierfreunde: Es war ein Frühlingsfest, das zu besuchen sich gelohnt hat. Eine Bewohnergruppe des Tierheims hatte allerdings „dienstfrei“: Die Hunde waren mit ihren Dog-Sittern ganztägig auf Achse, denn die vielen Besucher hätten den Vierbeinern unnötigen Stress bereitet. Man denkt am Ellerbruch jetzt halt ganzheitlich in Sachen Tierwohl.
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