BR Münster: Millionenschweres Weihnachtsgeschenk soll Dorsten verändern

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Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller überreichte die Förderbescheide an Dorstens Bürgermeister Lambert Lütkenhorst. Foto: BR Münster
Da freut sich der Bürgermeister: Über 1,1 Millionen Euro Fördergelder gehen aus der Kasse der Bezirksregierung an die gebeutelte Lippestadt. Sie kommen vor allem dem Lippetor zugute. Zwei Brücken sollen abgerissen werden, und neue Gebäude entstehen. Auch in Barkenberg stehen Änderungen ins Haus.

Es war ein angenehmer Termin für Lambert Lütkenhorst. In Münster wurde dem Vertreter der Stadt Dorsten von Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller gleich zwei Förderbescheide in Höhe von insgesamt 1.111.600 Euro überreicht.

Die Mittel stammen aus dem Programm für Stadterneuerung des Landes NRW. Mit dieser ersten Finanzspritze soll der erste Bauabschnitt für die Neugestaltung des Lippetorplatzes mit 1.074.000 Euro finanziert werden.

Runtergekommenes Kanalufer soll neuen Glanz bekommen

"Das leerstehende Einkaufszentrum Lippetorcenter hat bisher zu erheblichen städtebaulichen Missständen geführt, die sich auch auf die umliegenden Bereiche ausdehnen", hieß es als Begründung aus dem Ministerium. In Behördensprache geht es weiter: "Besonders im Bereich der nördlichen Lippestraße sind sichtbare Zeichen des Trading-Down-Effektes zu erkennen. Zudem sind die vorhandenen Fußgängerunterführungen nicht mehr zeitgemäß und führen durch funktionslose Angsträume". Einfacher gesagt, Leerstände und heruntergekommene Gebäude sorgen dafür, dass hier niemand gerne hingeht.

Das soll sich nun ändern. Kanal, Fußgängerbrücke und Altstadt sollen "besser verzahnt" werden, was mit radikalen Maßnahmen einhergeht. So wartet auf die Brücken am West- und Ostwall nur noch die Abrissbirne, während im Bereich der Altstadt am Kanal neue Gebäude hochgezogen werden. Die Planer hoffen so, die "verloren gegangene Aufenthaltsqualität im nördlichen Bereich der Altstadt und des Kanalufers wieder zu beleben".

Umbau in Barkenberg soll Modellcharakter haben

Der Rest des Geldes hat Auswirkungen auf Wulfen-Barkenberg: Mit 37.600 Euro wird die Teilnahme Dorstens am internationalen Architektenwettbewerb EUROPAN 12 finanziert. Der Wettbewerb, an denen sich auch Ahaus und Nordkirchen beteiligen, soll Ideen und neue Konzepte für die Weiterentwicklung von Baugebieten der 1950er bis 1970er Jahre hervorbringen. Eine bestehende Fläche wird dazu von Architekten umgestaltet und modernisiert. Nach dem Umbau soll die modernisierte Siedlung im Idealfall Modellcharakter erhalten.

„Seitens der Regionale 2016 und des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen besteht ein großes Interesse an den Ergebnissen dieses Wettbewerbs, da zu erwarten ist, dass die Grundidee für die ganze Region wertvolle Lerneffekte im Umgang mit den jeweiligen Bestandssiedlungen ermöglichen“, hieß es aus dem Ministerium. Welches Baugebiet in Wulfen dafür ausgewählt wurde, wurde bisher noch nicht bekannt gegeben.
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