Flüchtlinge menschenwürdig begleiten und Kommunen besser unterstützen

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Auch Superintendent Dietmar Chudaska (r.) unterzeichnete für den Kirchenkreis die gemeinsame Erklärung zur Flüchtlingssituation. (Foto: RSK)

Die Evangelische Kirche und die Kommunen im Ruhrgebiet fordern von Bund und Land eine umfassendere Unterstützung der Städte und Gemeinden bei der Bewältigung der aktuellen Flüchtlingskrise. Die Kommunen, die erhebliche Leistungen bei der Unterbringung der Schutz suchenden Menschen erbringen, müssen den Herausforderungen angemessen begegnen können, heißt es in einer in Essen verabschiedeten gemeinsamen Erklärung, die auch der Evangelische Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten unterzeichnet hat.



„Es ist ein Gebot der Humanität und der christlichen Verantwortung, Flüchtlinge aufzunehmen und unsere Gesellschaft gemeinsam mit ihnen weiter zu entwickeln“, betonen die Evangelischen Superintendenten gemeinsam mit den Stadtoberhäuptern und Landräten der Ruhr-Region. Zu ihren Forderungen gehört unter anderem Flüchtlinge in den Städten und Gemeinden menschenwürdig unterzubringen und ihnen einen Zugang zum Arbeitsmarkt und zu den sozialen Diensten zu eröffnen. Nur so könnten sie eine „qualifizierte und zuverlässige Begleitung und Förderung erhalten.“
Auch müssen die Asylverfahren fair, schneller und konsequenter durchgeführt werden. Wörtlich heißt es in dem gemeinsamen Papier: „Flüchtlinge brauchen möglichst schnell Klarheit über ihre Perspektiven in Deutschland.“

In ihrer Erklärung danken die Kirchen- und Kommunalvertreter ausdrücklich allen Bürgern, auch in den Kirchengemeinden, für ihren beispiellosen Einsatz bei der Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen. „Wir sind überaus dankbar für die vielfältige Hilfsbereitschaft – auch im Ruhrgebiet!“

Mit großer Entschiedenheit verurteilt die Resolution Fremdenfeindlichkeit, Hass und Rassismus gegenüber den Schutz suchenden Menschen. Gleichzeitig formulieren die Unterzeichner die Erwartung, „dass diejenigen, die zu uns kommen, gesetzliche und gesellschaftlich vereinbarte Ordnungen und die grundlegenden Orientierungen in unserem Land respektieren.“ Dazu zählt unter anderem die Akzeptanz der Gleichstellung von Frauen und Männern sowie der Religionsfreiheit.

Die gemeinsame Erklärung zur Flüchtlingssituation im Ruhrgebiet wurde im Rahmen einer Tagung der Ruhrgebietssuperintendenten-Konferenz (RSK) mit Vertretern der Städte, Gemeinden und Landkreise verabschiedet. Der RSK gehören derzeit 15 Evangelische Kirchenkreise im Ruhrgebiet mit rund 1,5 Millionen Gemeindemitgliedern an.


Folgende Kommunen und Kirchenkreise tragen unter anderen die Erklärung mit:

Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Ennepe-Ruhr-Kreis, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Kreis Recklinghausen, Kreis Unna, Kreis Wesel sowie die evangelischen Kirchenkreise "An der Ruhr" (Mülheim), Bochum, Dinslaken, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Wattenscheid, Gladbeck-Bottrop-Dorsten, Hamm, Hattingen-Witten, Herne, Moers, Oberhausen, Recklinghausen und Unna.

Weitere Informationen auf evangelisch-im-ruhrgebiet.de
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