Sekundarschule - Eine Glosse der LINKEN Dorsten

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(Bezug: Schülerzulauf sprengt Prognose, DZ, DNL 01, Freitag, 6.April 2018)


Eigentümlich, wenn ein vordergründig unvoreingenommener Bericht unter der Hand zu einem Werbeprospekt gerät. Was kann ein neutraler Redakteur schon machen, wenn er von den Informanten mit Reklameslogans überschüttet wird:
– der Schülerzulauf übertrifft alle Erwartungen
– (Die Sekundarschule) glänzt vor ihrem offiziellen Start im Sommer 2018 … mit frischen Zutaten (Da fällt jedem Opfer von Reklamezetteln doch gleich ein: „Alles frisch“- „Die Frische-Offensive“ usw.)
– ...die hervorragenden Anmeldezahlen... (Schuldezernent)
und mehr noch vom gleichen Kaliber.

Vor lauter Begeisterung traut man sich kaum, nachzufragen, woher auf einmal die „hervorragenden Anmeldezahlen“ kommen. Nach den offiziellen Anmeldetagen waren es doch nur 82 Kinder. Gerade einmal 7 über der notwendigen Mindestanzahl von 75. Die dazu gekommenen 43 müssen wohl die „Reumütigen“ sein, die von den Schulen ihrer Erstwahl abgewiesen wurden. Wenn wir diese 43 Schüler die zweite Wahl nennen und die ursprünglichen 82 die erste Wahl, stellen wir fest, dass mehr als ein Drittel des ersten Jahrgangs der Sekundarschule eigentlich zu einer anderen Schulform wollte.

Man kann sagen, das gleiche Problem hatten zunehmend die Hauptschulen. Immer weniger Eltern wollten ihre Kinder freiwillig dorthin schicken. Vor allem deshalb ging diese Schulform zugrunde, zumindest in Dorsten. Von dieser Parallele will man aber bei Befürwortern der Sekundarschule nichts wissen.

Wenn auch die Nachfrage von Wunschkandidaten nach der „Unesco-Schule“ nicht berauschend war, so versucht man, aus den abschließenden 125 Anmeldungen – mit einem tüchtigen Schuss Propaganda von Seiten der Stadt - einen umwerfenden Beifallssturm herauszukitzeln.

Wer´s glaubt.
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