SPD Hervest - Baune: Eltern sind empört und verunsichert – zu Recht!

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unzufriedene Eltern diskutierten mit der Hervester SPD
„Eltern sind zu Recht empört“ kommentiert der SPD-Vorsitzende Michael Baune die Reaktionen und Beschwerden der Eltern von OGS-Kindern in einer Info-Veranstaltung des SPD Ortsvereins Hervest vergangene Woche. Anfang Februar 2013 wurden sie von der Stadtverwaltung informiert, dass eine Fortsetzung der OGS-Betreuung nur möglich ist, wenn die Kinder verbindlich an 5 Tagen bis 15 Uhr am OGS-Programm teilnehmen. „Offensichtlich fehlte den Verantwortlichen in der Verwaltung die Sensibilität, wie sehr sie mit ihrer übertrieben hektischen Reaktion Eltern völlig unvermittelt –und unnötig- vor den Kopf stoßen. Es geht ja nicht zuletzt auch darum, dass viele Eltern ihren gesamten familiären und beruflichen Alltag darauf aufbauen müssen, ein verlässliches Betreuungsangebot zu haben,“ kritisiert Baune das Vorgehen der Stadt.

Denn wie sich inzwischen herausstellt, gibt es bei nüchterner Betrachtung durchaus breiten Spielraum, den individuellen Bedürfnissen der Eltern Rechnung zu tragen.
Das jetzt die Schulleitungen als direkte Ansprechpartner vor Ort mit den Eltern bedarfsgerechte Vereinbarungen treffen, ist der von vornherein richtig gewesene Weg. „Ich vertraue sehr darauf, dass die Schulleitungen den Entscheidungsspielraum im Interesse der Kinder und Eltern selbstbewusst ausschöpfen. Eltern-Anträge müssen jetzt zügig bearbeitet werden, damit Familien wieder Planungssicherheit für das kommende Schuljahr erhalten,“ so Baune`s Forderung. Dieses Vorgehen ist übrigens durch den Erlass und die Aussagen der Landesregierung absolut gedeckt. Dass Teile der Dorstener Union entgegen besseren Wissens mit der Besorgnis von Eltern ihr parteipolitisches Süppchen kochten, ist nicht in Ordnung.

Das es auch anders geht, das zeigt sich in einer Vielzahl anderer Kommunen. Dort reagiert man wesentlich souveräner und gelassener. Familienfreundlich sieht eben anders aus. Die Behauptung, man habe so kompromisslos handeln müssen, weil ansonsten erhebliche Rückzahlungsforderungen von Fördermitteln drohen, entbehrt nach Ansicht des SPD-Chefs jeglicher Grundlage. „Die Landesregierung hat lange zuvor in verschiedenen Anfragen klargestellt, sie prüft weder die konkrete Anwesenheits-Praxis vor Ort, sie erlässt keine Vorgaben, welche Ausnahmen zulässig sind und –oft als Gespenst an die Wand gemalt- es gibt keine einzige Rückzahlungsaufforderung gegenüber irgendeiner Kommune in ganz NRW.

Daher treten wir übrigens auch allen Bestrebungen entgegen, einen Kriterienkatalog für Ausnahmetatbestände aufzustellen. „Das ist kontraproduktiv, wird von niemandem verlangt und schränkt den flexiblen Umgang in überflüssiger Weise ein“, so Baune abschließend.
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