Wie sieht ideale politische Arbeit aus? Dorstener SPD macht sich fit für die Zukunft

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Duisburg und Dorsten trennen nur 36 Kilometer. Während dort die NRW-SPD sich neu aufstellte und Michael Groschek zum neuen Vorsitzenden wählte, hat Jennifer Schug, seit genau einem Jahr Vorsitzende der Dorstener Sozialdemokraten, im Soziokulturellen Zentrum "Das LEO" in Hervest-Dorsten zeitgleich mit 30 hoch motivierten Mitgliedern aus acht Ortsvereinen, dem Stadtverband und der Fraktion zehn Stunden lang engagiert gearbeitet, um bereits den Herausforderungen der Zukunft begegnen zu können.

Während Michael Groschek in einer beeindruckenden klaren und schonungslosen Duisburger Rede, „wir haben die Karre selbst an die Wand gefahren, nicht die Basis“, die verlorene Landtagswahl aufarbeitete, hat Jennifer Schug mit ihren Mitstreitern nur wenige Kilometer entfernt bereits die „Ärmel aufgekrempelt“ um die Arbeit der SPD vor Ort neu zu organisieren. Mit Leif Knape, dem wissenschaftlichen Mitarbeiter der bisherigen SPD-Generalsekretärin und neuen Bundesfamilienministerin Katarina Barley, verantwortlich für Kommunikation und Medien, konnte ein junger, dynamischer Experte gewonnen werden, der es mühelos schaffte, die erwartungsvollen Sozialdemokraten mitzunehmen, um nur kurz die Versäumnisse der Vergangenheit zu reflektieren und dann konstruktiv und kreativ nach vorne zu blicken.

Das Generalthema des Workshops lautete „Kommunikation“. Ein weites Feld und äußerst spannend, mit allen möglichen Medien, sowohl nach innen zu den Mitgliedern, als auch nach außen zu den potenziellen Wählerinnen und Wählern, eine (Ver)Bindung zu knüpfen, die belastbar und haltbar ist. Interessant war, dass die Teilnehmerrunde aus einer Mischung aus Neumitgliedern und „alten Hasen“ bestand, die sich durch geschickte Moderation nicht blockierte, sondern kreativ ergänzte.

Das Ergebnis, kurz und knapp beschrieben, lautet: Die vorhandenen Strukturen von unten nach oben, Ortsvereine, Stadtverband und Fraktion, sind vorhanden. Der Meinungsaustausch zwischen den Ebenen darf keine Einbahnstraße sein, sondern muss so organisiert werden, dass der Willensbildungsprozess einer Idee - über die offene Diskussion bis zur Umsetzung - von allen interessierten Mitgliedern nachvollzogen werden kann. „Dies ist eine gewaltige Herausforderung, aber letztlich alternativlos, um mit der sozialdemokratischen Zielformulierung, für mehr uneingeschränkte soziale Gerechtigkeit einzutreten, und bei Wahlen auf allen Ebenen zu punkten“, so Jennifer Schug am Ende eines langen Tages sichtlich zufrieden. Sie nahm eine lange To-do-Liste mit, die zeitnah Stück für Stück umgesetzt werden soll, so ihre Zusage an die Runde. „Aber“, so ihre unmissverständliche Einschränkung in der Schlussansprache, „nur durch weitere engagierte Mitarbeit auf allen Ebenen der Dorstener SPD, wird die Umsetzung gelingen und aus der Dokumentation des Workshops „Kommunikation“ kein Schubladenpapier“.

Text: Dirk Hartwich (SPD-Ortsverein Rhade)
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