"Wir brauchen lebenswerte Innenstädte und moderne Einkaufsmöglichkeiten“

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Michael Hübner (MdL): "Finger weg von der Sonn- und Feiertagsruhe!"
Zu den aktuellen Forderungen des Karstadt-Konzerns zum Thema sonntägliche Ladenöffnungszeiten erklärt Michael Hübner, SPD-Landtagsabgeordneter für Dorsten & Gladbeck:

„Gerade der Karstadt-Konzern, der in vielen Innenstädten im Ruhrgebiet „Bauruinen und verbrannte Erde“ hinterlassen hat, sollte sich bei den Ladenöffnungszeiten zurückhaltend äußern und erst einmal den eigenen Laden in den Griff bekommen. In Gladbeck zum Beispiel kann man ein Lied davon singen. Nur mit großen Anstrengungen und einem Quäntchen Glück hat es hier die Stadt und die Kommunalpolitik geschafft, dass das seit Jahren leerstehende Karstadt-/ Hertie-Gebäude bald der Vergangenheit angehört, ähnlich wie es Dorsten mit den neuen Mercaden schon geschafft hat. Die SPD in Stadt und Land setzt sich seit jeher für lebenswerte Innenstädte mit modernen Einkaufsmöglichkeiten ein. Eine gute Verbindung aus neuen digitalen Möglichkeiten wie Onlinehandel und Mobilitäts-Apps einerseits und abwechslungsreichen Innenstädten mit hohem Freizeitwert andererseits sind der richtige Weg dahin. Auch die Stadt Dorsten versucht alles, um die Innenstadt attraktiv zu gestalten. Unbegrenzte Öffnungszeiten und mehr Parkchaos in den Innenstädten ändern nichts an dem bequemen Shoppen mit dem Smartphone daheim auf dem Sofa. Ausbaden müssten das aber die Beschäftigten im Handel und deren Familien, die Anwohner zugeparkter Innenstädte und die im Stau stehenden Verbraucher von außerhalb.

Ich stehe jedenfalls für den in der Verfassung verankerten Schutz von Sonn- und Feiertagen. Zudem fördert das Land NRW moderne Lösungen wie die Verbindung von Onlineangeboten und stationärem Handel, einen guten ÖPNV und gute Arbeitsbedingungen im Handel. Das geltende Ladenöffnungsgesetz in NRW erlaubt außerdem schon zu bestimmten Anlässen verkaufsoffene Sonntage, von strengen oder gar diskriminierenden Vorgaben kann keine Rede sein. Die großen Anstrengungen der Stadtverwaltungen für Sicherheit und Sauberkeit in unseren Städten ist nicht hoch genug zu würdigen und das ist unbedingt zu unterstützen. Beim Thema Ladenöffnungszeiten stehe ich voll und ganz an der Seite von Kirchen und den Gewerkschaften, die sich für gemeinsame Ruhetage im Leben und unseren gemeinschaftlichen Zusammenhalt einsetzen.“
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