Mit dem Auto bis vor den Schuleingang: Eltern gefährden das Wohl der Schüler

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So sah es am Freitag vor dem Schulzentrum an der Piesterbecker Straße aus. (Foto: Stadt Dorsten)
Dorsten: Schulzentrum Pliesterbecker Straße |

Dorsten. Zwei Momentaufnahmen, die am zweiten Tag nach den Schulferien an der Pliesterbecker Straße entstanden sind – einmal vor der Bonifatiusschule, einmal am Schulzentrum: Eine lange Blechschlange parkt den Gehweg zu, direkt vor dem Schild, das diesen ausweist.

Nach Beobachtungen von Mitarbeitern des Ordnungsamtes waren es vor allem „Mama-“ und „Papa-Taxis“, die Kinder zur Schule bringen – und mit ihrem Parkverhalten allen zu Fuß laufenden Schülern den Gehweg verengen. Teilweise so extrem, dass Kinder auf eine nicht wenig befahrene Landesstraße (L 607) ausweichen mussten.

Die Fahrzeughalter werden nun ein Verwarngeld erhalten: 20 Euro für „einfaches“ Parken auf dem Gehweg, 30 Euro bei Behinderung, also wenn Fußgänger auf die Straße ausweichen mussten. Insgesamt wurden nur an den beiden Schulen an der Pliesterbecker Straße 46 Verwarnungen ausgesprochen.

Die Politessen der Stadt Dorsten werden in den nächsten Wochen in den Bring- und Abholzeiten verstärkt weitere Dorstener Schulen in den Blick nehmen. Und auch die Polizei verstärkt in den ersten Wochen eines neuen Schuljahres regelmäßig die Wegesicherung, wobei insbesondere die i-Männchen und die Schulwechsler im Blick stehen, die neue Wege erkunden und kennenlernen müssen.

Allerdings sollte es nicht die Angst vor Knöllchen sein, die Autofahrer – zumal, wenn sie selbst Eltern sind – dazu bringt, Schul- und Gehwege nicht zuzuparken. Der Grund dafür sollte vielmehr die selbstverständliche Rücksicht auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer sein.

Daher hier noch einmal der dringende Appell an alle Verkehrsteilnehmer:

Verhalten Sie sich im Umfeld von Kindergärten und Schulen besonders umsichtig und rücksichtsvoll. Parken Sie keine Geh- und Radwege zu. Überlegen Sie, ob Sie Ihre Kinder wirklich mit dem Auto zur Schule bringen müssen – oder ob es nicht auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad geht.

Und wenn es unbedingt das Auto sein muss: Sie müssen damit nicht bis in die Schule hinein fahren.
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Manfred Kramer aus Dorsten | 07.09.2017 | 06:47  
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