Polizei: Ferienzeit ist Einbruchszeit

Anzeige
Symbolfoto: Pixabay

Dorsten. Einbrecher nutzen grundsätzlich günstige Situationen, um ihre Taten zu begehen. Dabei bevorzugen sie die Abwesenheit der Haus- und Wohnungsinhaber.

Ferienzeiten stellen dabei immer eine besonders lukrative Zeit für Einbrecher dar. Nun stehen die Osterferien kurz bevor und Erfahrungen zeigen, dass Einbrecher diese Zeiten nutzen, um ungestört in Häuser und Wohnungen einzudringen, während die Eigentümer und Bewohner im Urlaub entspannen. Die Urlaubserholung ist aber schnell verflogen, wenn man von Angehörigen über den Einbruch in die eigenen vier Wände benachrichtigt wird oder Geschädigte das Zuhause bei der Rückkehr verwüstet und leergeräumt vorfinden.

Die Polizei rät daher: „Schützen Sie ihr Haus und ihre Wohnung während Ihrer Abwesenheit, damit sie nach Ihrem Urlaub keine böse Überraschung erleben!"

Dabei können einige Tipps helfen, Einbrechern ihre Taten zu erschweren:

Grundsätzlich helfen dabei Zeitschaltuhren und eingeschaltete Lampen, um vorzugeben, dass jemand Zuhause ist. Absprachen mit Nachbarn oder Verwandten, die sich während der Urlaubszeit um die Wohnung kümmern, sind dabei ebenfalls von besonderer Bedeutung. Denn überquellende Briefkästen, die gestapelte Zeitung vor der Haustür oder permanent herunter gezogene Rollläden signalisieren Einbrechern Tatgelegenheiten. Regelmäßige Aktivitäten in der Wohnung, wie das Hochziehen der Rollläden, das kurzfristige Öffnen der Fenster zum Lüften oder das raus- und reinstellen der Mülltonne zeigen dagegen, dass die Wohnung oder das Haus bewohnt sind. Angriffspunkt der meisten Einbrüche sind logischerweise Fenster und Türen. Daher weist die Polizei daraufhin: „Schützen Sie Ihre Fenster und Türen durch nachträglich angebrachte Sicherungen!“

Texte im Anrufbeantworter oder Eintragungen in SocialMedia wie „Befinde mich derzeit im Osterurlaub...“ sind dagegen kontraproduktiv und nicht zu unterschätzen.

Termine für kriminalpräventive Beratungen können unter Tel. 02361 / 553344 abgesprochen werden. Gleichzeitig bittet die Polizei alle Leute ein besonderes Auge auf ihr Wohnumfeld zu haben. Melden Sie verdächtige Beobachtungen unverzüglich der Polizei unter 110.

Trugschlüsse wie „Wird schon nichts passieren“ sollten gar nicht erst aufkommen. Im Prinzip kann es jeden treffen. Statistisch wird alle vier Minuten in Deutschland ein Einbruch verübt. Gerade in NRW ist die Kriminalitätsrate verglichen zu den anderen Bundesländern extrem hoch; die Aufklärungsrate für Einbrüche liegt dagegen im Schnitt bei unter 20 Prozent. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Einbrüche häufig von äußerst professionellen Tätergruppen verübt werden. Deswegen: Früher Maßnahmen ergreifen statt später im Frust versinken.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.