Lebendige Mathematik

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Turm von Ionah (Foto: Privat)

Mathematik zum Anfassen – ein Widerspruch in sich?

Wer glaubt, Mathematik beschäftige sich nur mit Zahlen und Formeln und sei generell langweilig und nutzlos, hat sich gründlich getäuscht. So denken zumindest 31 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 der Gesamtschule Schermbeck, die sich in dieser Woche gemeinsam mit ihren Lehrern Heike Ahr und Hendrik Meyer auf den Weg nach Borken machten, um dort eine Wanderausstellung des Mathematikums aus Gießen zu besuchen.

Dort konnten die an Mathematik interessierten Schülerinnen und Schüler in spannenden Experimenten schwierige mathematische Probleme selbst entdecken und lösen. So galt es beispielsweise den „Turm von Ionah“, der aus unterschiedlich großen runden Scheiben besteht und nach oben immer größer wird, in möglichst wenigen Schritten zu versetzen. (In einem Zug darf man dabei jeweils nur eine Scheibe bewegen, und nie darf eine kleinere auf einer größeren liegen. Außerdem dürfen insgesamt höchstens drei Stapel gebildet werden.) Ob als Code-Knacker, in der Rolle von Mozart beim musikalischen Würfelspiel, beim Lösen des Penrose-Puzzles, eingeschlossen in eine riesige Seifenblase oder sogar als lebendige „Funktion“, die Knobeleien und Experimente machten sichtlich Freude.

Da sich die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule in der Ausstellung sehr engagiert und interessiert gezeigt hatten, organisierte Hans-Karl Eder, der die Ausstellung für 14 Tage nach Borken geholt hat, noch eine besondere Überraschung. Im Anschluss an ihre eigenen Experimente konnten die Schülerinnen und Schüler in einem an „Wer wird Millionär“ angelehnten Quiz in 15 Fragerunden ihr Wissen unter Beweis stellen. Vier Schüler gewannen schließlich für ihre exzellenten Antworten jeweils ein Buch mit vielen weiteren mathematischen Knobeleien, deren Lösung bereits auf der Rückreise nach Schermbeck von den Schülern in Angriff genommen wurde.
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