SV Delphin: Medaillenjagd im Mai

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Erfolge machen gute Laune. Das Team vom SV Delphin Dorsten beim Herbert-Scholven Pokalschwimmen in Bochum: (v.l.) vorne: Lisa Marie Fellner, Thorben Elias Schmidt, Luca Schoppen; hinten: Lena Brands, Jolina Annabel Schulte-Bockholt, Maike Sophie Schmidt, Merle Wacke. (Foto: Privat)
 
Bei den Offenen Landesmeisterschaften für Schwimmer mit und ohne Behinderung in Wuppertal sammelten die Dorstener besondere Eindrücke. (V.l.) vorne: Thorben Elias Schmidt, Moritz Brinkmann, Denis Dries; hinten: Marie Tinter, Fabian Schmitz, Maike Sophie Schmidt, Jolina Annabel Schulte-Bockholt (Foto: Privat)

Wulfen. Vier Wettkämpfe standen im Mai im Terminkalender der Schwimmer des SV Delphin Dorsten: Das 39. Herbert-Scholven Mehrkampf-Pokalschwimmen in Bochum, die 47. Internationale Schwimmveranstaltung und die Nordrhein-Westfälischen Jahrgangsmeisterschaften in Dortmund sowie die Offenen Landesmeisterschaften des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes (BRSNW) in Wuppertal. Von einer verpassten Pflichtzeit über einen neuen Vereinsrekord bis zur Goldmedaille war bei fast 100 Starts alles dabei.

Insgesamt waren elf Delphine im Einsatz, einige bei mehreren Wettkämpfen. Lisa Marie Fellner und Denis Dries (beide Jahrgang 2006) waren auswärts zum ersten Mal dabei. Herausfordernd war für sie dabei vor allem, sich ihre Kräfte auf einer ungewohnten 50-Meter-Bahn gut einzuteilen. Beide machten ihre Sache gut und konnten ihre Zeiten verbessern.

Für Maike Sophie Schmidt (2003) sollte ihre Premiere bei den NRW-Jahrgangsmeisterschaften ein gelungener Saisonhöhepunkt werden. Doch die Aufregung und der Druck, die Pflichtzeit von 2:46,00 min über 200 m Lagen zu schaffen, machten ihr einen Strich durch die Rechnung. Wettkampf um Wettkampf hatte Maike Sophie sich in der Vorbereitung an diese Marke herangekämpft, doch in Dortmund sollte es dann nicht klappen. Enttäuscht ist sie, aber auch weiter motiviert: „Das war der erste Versuch. Beim nächsten Mal schaff ich`s“, so die Dreizehnjährige, die ihren Ehrgeiz eine Woche später gleich wieder unter Beweis stellte. Bei der 47. Internationalen Schwimmveranstaltung im Dortmunder Südbad stellte sie über 200 m Schmetterling in einer hervorragenden Zeit von 3:01,61 min einen neuen Vereinsrekord auf und freute sich über Gold – eine von insgesamt vier goldenen, zwei silbernen und fünf bronzenen Medaillen.

47 mal Gold, Silber und Bronze

Drei weitere Mädchen fischten ebenfalls Edelmetall aus dem Wasser: Jolina Annabel Schulte Bockholt (2004; einmal Gold, einmal Silber, zweimal Bronze), Marie Tinter (2000; viermal Gold, einmal Silber, einmal Bronze) und Merle Wacke (2000; dreimal Gold, einmal Silber). Lena Brands (2002) belegte fünf Plätze unter den Top Ten. Erfolgreich waren auch die Jungs: Moritz Brinkmann (2006) mit dreimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze, Thorben Elias Schmidt (2007) mit zweimal Gold, viermal Silber und dreimal Bronze, Fabian Schmitz (1998; einmal Gold, zweimal Silber, viermal Bronze) und Luca Schoppen (2006).

Starker Eindruck

Eine besondere Erfahrung machten die Dorstener Schwimmer bei den Offenen Landesmeisterschaften für Schwimmer mit und ohne Behinderung. Bei der Veranstaltung im Wuppertaler Schwimmsportleistungszentrum traten Körperbehinderte, Sehgeschädigte, Geistigbehinderte, Lern-, Hör- und Allgemeinbehinderte ebenso an wie Nichtbehinderte und wurden auch gemeinsam gewertet. Ablauf und Inhalt dieses Wettkampfes, den Trainerin Griseldis Stewing erstmals auf den Wettkampfplan gesetzt hatte, unterschieden sich von anderen Wettkämpfen zwar kaum. Doch die sportlichen Leistungen der Schwimmer mit Behinderungen unterschiedlichster Art hautnah zu erleben und zu sehen, dass diese ebenso schnell oder sogar schneller waren als sie selbst, hinterließ bei allen einen starken Eindruck.
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