Altenakademie präsentiert Programm

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Die Altenakademie im Westfalenpark ist in einem Gebäude aus den 50er Jahren des Dortmunder Architekten Will Baumeister untergebracht. (Foto: Archiv)

Die Altenakademie im Westfalenpark lädt am Samstag, 2. April, von 11 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Tür ein.

Einen ganzen Tag lang haben Interessierte die Gelegenheit, sich bei Kaffee und Gebäck über die kommenden Veranstaltungen, aber auch neue Dozenten zu informieren. Hier eine kleine Zusammenfassung des vielfältigen Angebots:

Der Hardehausener Dialog wird vom 20. bis zum 25. Juni fortgeführt. 1993 trafen sich zum ersten Mal Mitglieder der Altenakademie und der „Jahresringe“ Dresden, einer Interessengemeinschaft für Wissenschaft und Kultur zum Gedankenaustausch
über die noch frische deutsche Einheit. Damit war eine Tradition begründet, die die beiden Teilnehmer im Sommer 2016 nun schon zum 24. Mal zusammenführen soll.

Das Motto "Globalisierung und Wertewandel“ entspricht der Vielfalt der Themen, deren Auswahl wieder gemeinsam erarbeitet werden soll: aktuelle, typisch deutsche, aber auch europäische und internationale Themen – in jedem Fall: kontrovers und gehaltvoll, gesättigt mit der geballten und vielfältigen Lebenserfahrung der Teilnehmenden.

Ein Schwerpunkt des kommendes Halbjahrs sind Filme von Helmut Käutner. Sie werden wöchentlich unter die Lupe genommen. Nach den Osterferien, am Freitag, 8. April, um 14.30 Uhr erwartet die Besucher „Des Teufels General“ mit Curd Jürgens, Marianne Koch und Victor de Kowa aus dem Jahre 1954. In der Verfilmung des Bühnenstücks von Carl Zuckmayer erkennt der Luftwaffengeneral Harras 1941 seine Mitschuld an der Unmenschlichkeit des Kriegs und sühnt sein moralisches Versagen.
Vor dem Film gibt es eine Einführung, nach dem Film die Gelegenheit zur Diskussion. Kaffee und Kuchen/Gebäck werden gestellt!


Bülow liest Balladen: Der Zuhörer kann sich auf eine Zeitreise durch drei Jahrhunderte freuen; auf Texte voller Dramatik, Leidenschaft, Liebe und vieles mehr. Der Dortmunder Darsteller und Rezitator Carsten Bülow liest am 11. April um 15 Uhr bekannte und auch unbekannte Balladen von Dichtern und Schriftstellern des deutschsprachigen Raumes. Im 18. Jahrhundert beginnend, mit Texten von Bürger, Goethe, Schiller und Chamisso, über das 19. Jahrhundert mit Droste-Hülshoff, Eichendorf und Heine, schlägt Bülow den Bogen bis in das 20. Jahrhundert.

Dr. Hartwig Gielisch referiert am Freitag, 15. April, um 15.30 Uhr über die Tonkrieger des Qin aus Xian, die auch schon in Dortmund zu sehen waren. Der Vortrag ist allgemein verständlich angelegt. Er ist auch für Einsteiger geeignet und setzt keine Grundkenntnisse voraus.

„Friedrich Schiller - Der Triumph eines Genies", u. a. mit Horst Caspar, Heinrich George, Hannelore Schroth, Lil Dagover, Paul Dahlke, Bernhard Minetti und Loriot (Statist) aus dem Jahre 1940 ist am 22. April um 14.30 Uhr zu sehen. Der in der NS-Zeit gedrehte deutsche Film behandelt die künstlerischen Anfänge des großen Dichters Friedrich Schiller. Kunstvoll inszeniert mit Starbesetzung, entzweit er noch heute die Filmkritiker: Während die einen darin einen (subversiven) Protest gegen die damalige Unterdrückung sehen, finden andere in der Figur des Genies Schiller den „deutschen Übermenschen“ der NS-Ideologie wiedergegeben. Referent Wolfgang Hoffmann gibt eine Einführung, nach dem Film gibt es Gelegenheit zur Diskussion.

Weltweit sind geschätzte 60 Millionen Menschen sind derzeit auf der Flucht; sie
haben aus Angst um Leib und Leben ihre gesamte Habe, ihre alte Existenz und ihre Heimat zurückgelassen und kämpfen zumeist um das nackte Überleben.
Flüchtlinge gab es schon immer in der Menschheitsgeschichte: Naturkatastrophen, menschenverachtende Religion und barbarische Politik haben schon immer Menschen auf der Suche nach einem menschenwürdigen Leben aus ihrer Heimat in die Fremde vertrieben. Migration ist keine Erscheinung der Moderne: Auch zur Zeit des Alten Ägypten gab es Flüchtlinge und Migranten. Ein Vortrag am Freitag, 29. April um 15 Uhr stellt zusammen, was wir heute aus altägyptischer Sicht
über Migranten in und um das Pharaonenreich wissen.

Eine bebilderte Reise führt am Freitag, 17. Juni um 15 Uhr in die alten Gemäuern bzw. deren historischen Reste im Ruhrtal, um die sich spannende und geheimnisvolle Geschichten und Sagen ranken. Der Streifzug mit Wolfgang Hoffmann beginnt diesmal an der Burg Ardey bei Fröndenberg.

Die Käutner-Filmreihe endet am Freitag, 13. Mai um 14.30 Uhr mit dem Film „Monpti“ mit RomySchneider und Horst Buchholz aus dem Jahre 1957. Auch wegen der beiden jungen Hauptdarsteller wurde der für die 50er Jahre recht freizügige Film seinerzeit ein großer Publikumserfolg.

In die Tiefen des Weltalls geht es mit Dr. Tom Fliege am Freitag, 20. Mai um 15 Uhr.
Der reich bebilderte "Reisebericht" erklärt, wie man Sonne, Mond, Planeten, Sterne, Nebel und Galaxien mit erschwinglichen amateurastronomischen Mitteln am Himmel sehen und fotografieren kann. Modelle, Bilder und Animationen machen diese faszinierende Naturwissenschaft auch für den Laien verständlich. Die kosmischen
Kreisläufe, die unfassbar riesigen Dimensionen und die Position des
Menschen als winziger Teil des Kosmos werden erläutert.


Auch die Radiogruppe stellt sich beim Tag der Offenen Tür vor: Seit 20 Jahren
ist sie regelmäßig im Bürgerfunk Dortmund zu hören. In dieser Zeit wurden etwa 200 Sendungen produziert. Die Beiträge beschäftigen sich mit den verschiedensten Themen aus den Bereichen Kultur, Gesellschaft, Soziales, Geschichte und Politik.

Die Sendungen werden teils in der Gruppe, teils zu Hause vorbereitet; die technische Ausstattung steht zur Verfügung und besondere technische Kenntnisse sind für eine Mitwirkung nicht erforderlich.

Die monatlichen Sendetermine sind jeweils am 4. Sonntag im Monat nach den Radio-Nachrichten: um 19.04 Uhr auf Frequenz: 91,2 MHz bzw. Kabel: 92,15 MHz.
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