Auftaktveranstaltung der 73. Deutschen Filmfestspiele

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Erik Jäger Filmklub Dortmund e.V.

Ralf Richter zu Gast bei den Sonntagsfragen

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Die Auftaktveranstaltung der 73. Deutschen Filmfestspiele moderierter Erik Jäger vom Filmklub Dortmund an.
Humorvoll, professionell und vor allem persönlich – so erlebten die zahlreichen Gäste am Sonntag, 3. Mai, die Auftaktveranstaltung der Deutschen Filmfestspiele 2015. Im Dortmunder U wurden vor großem Publikum die Sonntagsfragen mit Gisela Steinhauer aufgezeichnet. Als Gast empfing sie den Schauspieler Ralf Richter. Bekannt ist er unter anderem für die Rolle des Ruhrpott-Gangsters Kalle Grabowski in „Bang Boom Bang“ oder für seine Gastrollen in den verschiedensten Serien. Im Gespräch zeigte sich jedoch schnell, dass Steinhauer sich nicht nur mit einem Schauspieler unterhielt, denn Ralf Richter besitzt deutlich mehr als diese einzige Facette. Auch der Bruder mit sieben Geschwistern, der früherer Schreinerlehrling, Vater, Opa und Musiker waren oder sind wichtige Rollen seines Lebens. Authentisch und mit viel Witz erzählte Richter Anekdoten aus seiner Kindheit, die er als durchweg positiv beschriebt: „Eine schönere Kindheit kann man sich nicht vorstellen“. Zudem erfuhren die Gäste Interessantes über Ralf Richters erste Schritte in Richtung des Schauspielberufs. Spontan sei er damals zur Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule Bochum gegangen. Kaum vorbereitet und auf gut Glück habe er sich dort einer strengen Jury präsentiert, die zunächst nicht viel für Richters improvisierte und unvollständige Vorstellung übrig hatte. „Wenn Sie innerhalb der ersten zwei Minuten nicht urteilen können, ob jemand ein guter Schauspieler ist, dann sind Sie hier wahrscheinlich falsch“, entgegnete er damals der Kritik der Jury. Diese Portion Selbstbewusstsein und Frechheit verschafften ihm letztendlich einen Platz auf der Schauspielschule, von der er sich aufgrund des „elitären Charakters“ aber wieder distanzierte. Auch ohne Schauspielschule kann Ralf Richter bisher auf viele Erfolge zurückblicken. In seiner Paraderolle des Kalle Grabowski wird er bald ein drittes Mal schlüpfen. Neben seiner schauspielerischen Tätigkeit und dem Familienleben engagiert sich Richter darüber hinaus in dem Projekt „Siebensternehotel“ in Köln. Durch den Bau eines komfortablen Hotels soll dort Obdachlosen ein Ort geboten werden, der ihnen Würde und Selbstachtung schenkt. „Wir wollen nicht nur das Hotel aufbauen, sondern auch die Menschen“, brachte es Ralf Richter auf den Punkt. So haben die Gäste am Ende nicht nur den Schauspieler Ralf Richter, sondern in erster Linie den Menschen Ralf Richter besser kennengelernt und wurden ganz nebenbei großartig unterhalten.

Sarah-Marie Thomas
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