Der Rucksack wird gepackt

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Das Projekt "Rucksack" vernetzt Schule, Eltern und Lehrer, damit sie gemeinsam die Schulkinder beim Spracherwerb unterstützen können. Gelder kommen auch von der BVB-Stiftung "leuchte auf" (Foto: Schmitz)

Seit dem Schuljahr 2011/12 gibt es in Dortmund das „Rucksack –Grundschule-Projekt“ an drei Grundschulen: Dietrich-Bonhoeffer-, Graf-Konrad- und Libellen-Grundschule.

In diesem Jahr wurde das Projekt um weitere drei Standorte erweitert: Petri-, Herder- und Weingarten-Grundschule am See. Zusätzlich wird das Programm an zwölf Kindertageseinrichtungen durchgeführt.

Das Konzept „Rucksack“ vernetzt die drei grundlegenden Förderaspekte „Interkulturelle Schulkonzepte“, „Elternbildung“ und „Durchgängige Sprachbildung“, die schwerpunktbildend in der Arbeit des MIA-DO-Kommunalen Integrationszentrums sind.

„Rucksack“ ist ein handlungsgeleitetes Konzept, d.h. alle Aktivitäten bearbeiten neben dem Wortschatz und der Erzählkompetenz auch die Struktur der deutschen Sprache. Ein wichtiger Fokus bei den teilnehmenden mehrsprachigen Eltern und ihren Kindern ist die Stärkung der Herkunftssprache, da die sprachliche Entwicklung in der Herkunftssprache immer wieder in den Blick genommen wird.

Wie sieht ein „Rucksack-Vormittag“ aus? Einmal wöchentlich treffen sich die Eltern mit der Elternbegleiterin in der Schule. Dort bespricht sie mit den Eltern die Themen des Unterrichts. Durch eine enge Kooperation zwischen der Elternbegleiterin und den Lehrern wird eine Parallelisierung der Themengebiete ermöglicht und somit die kognitive Auseinandersetzung der Kinder mit Sachverhalten. Dies stärkt die Möglichkeiten sprachlichen Handelns und festigt den Wortschatz durch Verankerung in beiden Sprachen.

Den Eltern werden Anregungen gegeben, wie sie ihr Kind in der Grundschule unterstützen können, welche Rituale im Alltag, welche Spiele, Bücher und Aktivitäten die Kinder unterstützen und ihre Lernentwicklung fördern. Zudem wird dem Austausch der Eltern untereinander, z.B. über Erziehungsthemen, Zeit und Raum gegeben. Die Elternbegleiterin, die im ständigen Gespräch mit den Lehrerinnen ist bietet eine Brückenfunktion zwischen Elternhaus und Schule. Dies trägt zur interkulturellen Öffnung der Schule bei und stärkt den Austausch untereinander.

Finanziert wird das Projekt an der Petri-Grundschule von der BVB Stiftung „Leuchte auf“. Die Stiftung wird das Projekt zunächst für zwei Jahre unterstützen.
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