Design aus dem Pott

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Die Gründer von labor b, die Gesellschafter (v.l.n.r.): Björn Rüther, Simon Busse, Thomas Wucherpfennig und Sebastian Gröne in ihren Büroräumen in der Innenstadt (Foto: Hannes Woidlich)
 
Diese Arbeit des Designbüros labor b bkam einen Preisals schönstes deutsches Buch (Foto: labor b designbüro)

Die Design-Agentur labor b wurde bereits mit zahlreichen bundesweiten und internationalen Preisen für besondere Produkte und Dienstleistungen im Designbereich ausgezeichnet

Das Besondere an dieser Erfolgsgeschichte: Das Designbüro sitzt nicht in Hamburg oder Berlin, auch nicht in Essen oder Düsseldorf. Mitten in der Dortmunder Innenstadt thront das Büro, mit Blick auf die Reinoldikirche und das Gewusel in der Innenstadt.

Zehn Jahre wird die Firma jetzt alt, Grund genug für die vier Gesellschafter, mit einer Retrospektive im Internet einen Blick zurück zu werfen. Labor b wurde 2003 von den vier Absolventen der Fachhochschule Sebastian Gröne, Björn Rüther (Grafikdesign) sowie Simon Busse und Thomas Wucherpfennig (Fotodesign) als gleichberechtigte Gesellschafter noch während des Studiums gegründet. Erste Auszeichnungen und der Förderpreis der Stadt für junge Künstler 2004 folgten rasch.

Mittlerweile ist das Designbüro ist zu einer kreativen Größe im Designbereich mit 15 festen Mitarbeitern gewachsen und mit der regionalen Kunst, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft eng vernetzt.
Die Designs, Grafiken und Plakate von labor b prägen das Erscheinungsbild der Region und sorgen für den grafischen Auftritt und die Informationsübermittlung von Museen, kulturellen Veranstaltungen, Wirtschaftsunternehmen, Verbänden und öffentlichen Institutionen.

Das Dortmunder U bekam als Landmarke und Wahrzeichen Dortmunds ein neues Corporate Design von labor b; RWE, Siemens, der Regionalverband Ruhr, das Goethe-Institut Estland, die Montag Stiftungen Bonn, PACT Zollverein Essen, die Stadt Köln und Stadt Wuppertal, die Technische Universität und die Fachhochschule Dortmund, die Universität Bonn und der Hartware Medienkunstverein (HMKV) gehören zum Kundenstamm.

Für den Medienkunstverein und dessen derzeit laufende Ausstellung „New Industries Festival“ prägte das Team das Erscheinungsbild: Ausschnitte aus den Glasfenstern des Bahnhofs dienen als Vorlagen, die die verschiedenen Veranstaltungen illustrieren. „Das ist ein schönes Beispiel für unsere Arbeit und zeigt sehr gut, wie wir arbeiten“, erläutert Simon Busse. „Der Kunde hat in diesem Fall den Anstoß zu den Grafiken gegeben, und gemeinsam haben wir das weiterentwickelt.“

„Wir legen bei unserer Arbeit viel Wert auf hohe gestalterische und handwerkliche Qualität“, erklärt Thomas Wucherpfennig vom labor b-Gesellschafterquartett. Produkte und Dienstleistungen der Dortmunder überzeugten auch ein internationales Fachpublikum, was renommierte Preise und mehrfache Auszeichnungen zeigen, wie der Gewinn des European Design Award (3x), iF design award (3x), 100 Beste Plakate (3x), Die schönsten deutschen Bücher (2x), Type Directors Club Award New York 2012, red dot award (5x) und viele mehr.

„Gutes Design kann eben auch aus dem Pott kommen“, freut sich Björn Rüther, ebenfalls Gesellschafter von labor b, der auch international zum Beispiel an der Universität Shanghai als Gastdozent gefragt ist.
Ein Beispiel für ein gelungenes Produkt, das zudem auch noch mit einem Preis für das schönste deutsche Buch bedacht wurde, ist der Band „Schichten einer Region“.„Wir lieben Bücher und mögen es, wenn wir einer Marke ein Gesicht geben oder Informationen begreifbar machen können“, führt Simon Busse aus. „Bei diesem Buch, das viel mit Kartenmaterial arbeitet, kooperierte das Designbüro mit der TU Dortmund. Gemeinsam mit der Fakultät der Raumplaner entstand so ein umfangreicher Band, der verschiedene städtebauliche und Infrastrukturaspekte veranschaulicht.

„Das ist da eigentlich Interessante an meinem Beruf“, erklärt Simon Busse. „man lernt regelmäßig neue Teilbereiche und Brachen kennen. Da muss man erst einmal komplexe Zusammenhänge verstehen und für andere verständlich umsetzen“; und führt als Beispiel ein Projekt für Siemens an, an dem das Team gerade arbeitet. „Es geht um Großprojekte und deren Risiken. Am Anfang hatten wir nur ein paar Excel-Tabellen, daraus haben wir Diagramme entwickelt, aus denen ein geschultes Auge ganz schnell Risiken ablesen kann.“

Derzeit arbeitet das labor b noch an den Katalogen der Ausstellung „New Industries Festival“, auch das Projekt „Schichten der Region“ mit der TU wird fortgesetzt, hier sind Anwendungen wie Apps geplant, die auch von labor b erstellt werden. Auch für die nähere Zukunft gibt es viel zu tun:
„Gerade haben wir eine komplette Webseite für einen Schweizer Motorenherstellter erstellt, und mit dem Architekten an der Uni planen wir ein Buch über hochwertige Architektur uund Energiesparende Bauweisen, das ist das Endergebnis einer zweijährigen Forschungsarbeit.“

Labor b bietet Lösungen im grafischen Bereich, Corporate Design und der Planung sowie Umsetzung von Markenauftritten, in der Veranstaltungskommunikation, Datenvisualisierung und Informationsgestaltung, Programmierung und im Webdesign bis zur App-Entwicklung und Buchgestaltung.

Das zehnjährige Bestehen nimmt labor b zum Anlass für eine persönliche Rückschau mitDesignthemen und selbstironischen Gestus. Ab sofort gibt es Einblicke in bisherige Arbeiten, ausgewählte und prämierte Bücher, Designdetails, Lieblingsplakate, Corporate Designs, unveröffentlichte Entwürfe, meist genutzte Typografien und Unterhaltsames auf der Internetseite www.laborb.de/10-jahre zu entdecken.

Umzugspläne, etwa in eines der großen Zentren, haben die vier Designer aus Dortmund übrigens nicht: „Wir fühlen uns hier sehr wohl“, erklärt Simon Busse.
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