Die Geschichte einer Fußballhymne

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Die Südtribüne singt seit Jahren die Fußballhymne vor jedem Spiel. (Foto: Schütze)

Wohl jeder Fußballfan der Welt kennt den Song, und nicht nur Fans verursacht das von Millionen gemeinsam gesungene Lied Gänsehaut: "You'll Never Walk Alone."

Dabei ist das Lied gar kein Stück über den Fußball: Das Erfolgsduo Rodgers und Hammerstein komponierte das Stück 1945 für das Musical Carousel. Seitdem wurde es von unzähligen Bands und Sängern gecovert, von Nina Simone über Louis Armstrong, André Rieu bis zu Elvis, natürlich.

Die Liverpooler Band "Gerry and the Pacemakers" machte den Song zur Fußballhymne des FC. Dort wird es bereits seit den frühen 60ern im Stadion gesungen, und auch die Britpopper Oasis wurden von ihren Fans schon mit dem Lied begrüßt; auch für Manchester-City-Fan-Ehrensache. So ist die eher getragene Ballade mittlerweile Gemeingut geworden.

Dazu beigetragen hat auch die Hillsborough-Katastrophe in Sheffield. Auf der überfüllten Stadiontribüne gab es 1989 während des Halbfinalspiels um den FA Cup zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forest 96 Tote und 766 Verletzte, hauptsächlich Liverpool-Fans.

Im Nachgang zur Tragödie wurde das Vereinswappen des FC Liverpool um zwei Fackeln an den Flanken sowie den Schriftzug You’ll Never Walk Alone ergänzt, um so eine bleibende Erinnerung an die Opfer zu schaffen. Auch diese Katastrophe findet Platz in der Doku.

Der Filmemacher André Schäfer ist in einem Dokumentarfilm auf die Spurensuche des Liedes gegangen. BVB-Fan Joachim Król ist kreuz und quer über den Globus gereist, von Budapest nach Wien, New York, Los Angeles - und nach Herne. Er hat mit Schauspielern gesprochen, mit Musikern, Fußballfans und Fußballern. Der Film läuft aktuell im Kino. Alle Termine gibt es unter mindjazz-pictures.de/kinotermine.
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